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Die Liberalen in der Gemeinde Nauheim

Ortsverband und Fraktion

13. Dezember 2011 Hessicher Landtag

Hessischer Landtag
Hessischer Landtag
Großen Anklang fand der Besuch des Hessischen Landtages - fast 50 BürgerInnen nahmen unser Angebot an, den Hessischen Landtag zu besuchen. Wir fuhren mit dem Bus nach Wiesbaden. Da noch reichlich Zeit war, nutzten wir die Gelegenheit zu einem Bummel über den Sternschnuppenmarkt, dem Weihnachtsmarkt, und waren pünktlich beim Landtag. Die Besucherbegleiter empfingen uns und nach einer Sicherheitskontrolle ging es zur Besichtigung des klassizistische Stadtschlosses der Herzöge von Hessen Nassau, welches von außen unscheinbar mitten in der Stadt liegt.
Das Schloss wurde in der
Treppenaufgang Schloss
Treppenaufgang Schloss
wechselvollen Geschichte zu unterschiedlichen Zwecken genutzt bis es nach dem Krieg Hessischer Landtag wurde. Ihm wurde ein Plenarsaal zugefügt, der später abgerissen und durch den neuen ersetzt wurde, den wir besichtigten.
Wir waren von der Schönheit des Schlosses und der wunderbaren Ausstattung begeistert. Sachkundige Führer erklärten uns die Räume und einzelne Stücke. Der Landtag nutzt diese Räume inzwischen hauptsächlich zu Repräsentationszwecken, da durch die Türen aus dem 19. Jahrhundert doch einiges Vertrauliche nach außen gedrungen ist.
Nach der ausführlichen Führung wurden wir mit Kaffee und Kuchen in einem der wunderbaren Räume gestärkt und warteten auf Herrn Leif Blum, der uns eingeladen hatte.Er ließ sich kurzfristig durch Herrn Wilhelm Reuscher vertreten. Dieser stellte sich vor, dass er für die FPD im Raum Dieburg im Landtag ist und für Schulprogramme und Petitionsgesuche zuständig sei und dass das Thema Fluglärm inzwischen den Landtag beschäftigt. Frau Czerneck nutzte gleich die Chance, um ihr Problem vorzutragen. Doch das Thema Flughafenausbau und die erhöhte Lärmbelastung auch für Nauheim wurde dennoch zum Thema Nr.1. So wurde auch klar formuliert, dass in den vergangenen Jahren bei uns Bürgern der Eindruck entstand, dass die von uns gewählten Vertreter vergessen haben, dass sie unsere Interessen vertreten sollen.
Nach Kaffee und Kuchen ging es dann in den Plenarsaal, damit wir uns von den Aktivitäten überzeugen konnten. Es gab eine heftige Debatte über die Energieversorgung zwischen den einzelnen Parteien und Interessen, an dem Frau Lucia Puttrich, die Hessische Umweltministerin beteiligt war. Auch andere Mitglieder der Landesregierung wie die Herren Hahn und Posch waren anwesend.
Nach heftiger Diskussion über Schulpolitik und Flughafenausbau bei Kaffee und Kuchen und auch der Parteien im Plenum nahm der Tag noch einen versöhnlichen Ausklang. Wir besuchten das Weingut Martin in Eltville-Erbach im Rheingau. Frau Martin hatte Proben ihrer Weine zusammengestellt, die sie mit humorvollen Worten vorstellte. Wir hörten gespannt zu, probierten die Weine, lachten viel während ihrer Rede über die Weine der Region. Wir erfuhren vom Wandel im Weinwesen - im Anbau und Kundengeschmack, dem Klimawandel und dadurch bedingt dass auch andere Rebsorten angebaut werden können.
Nach einem informativen und schönen Tag waren wir gegen 22:00 wieder in Nauheim.

Lettland, ein Reisebericht

In Rahmen der Veranstaltungsreihe FDP vor Ort haben sich am 23.November 2011
mehr als 20 Damen und Herren getroffen, um dem Vortrag mit Bildern von Prof. Veits zuzuhören, einem Letten in Nauheim oder ein Nauheimer aus Lettland.
Prof. Veits führte uns zunächst in die bewegte Geschichte dieses Landes ein. Lettland erlangte seine erste Unabhängigkeit nach dem 1. Weltkrieg – und wurde dann nach dem 2. wieder in die UdSSR eingegliedert, um dann, als die Sowjetunion sich auflöste, wie auch die anderen baltischen Staaten Estland und Litauen, wieder unabhängig zu werden. Die Unabhängigkeit war mit viel Blutvergießen verbunden. Auch Deutschland spielte nicht immer eine gute Rolle in der Geschichte Lettlands. Als selbständiger Staat war Lettland bestrebt, Mitglied der NATO zu werden, um etwas zu haben, was man dem „großen Bruder“ entgegensetzen konnte, inzwischen ist man auch in der EG, doch der Beitritt zur NATO war wichtiger.
Wir lernten, dass Lettland so groß ist wie die Niederlande und Belgien zusammen, Riga, die Hauptstadt ist und das Land sich in 4 Provinzen aufgeteilt. 3 Provinzen sind evangelisch, die 4., an Polen grenzend, ist katholisch. Es ist ein dünn besiedeltes Land, in dem auch heute noch viele russischer Abstammung sind, das viele Seen, Flüsse, viel Natur, Schwarz- und Weißstörche, Bären, Elche und viele andere Tieren hat.
In Riga sind die Botschaften in schönen alten, restaurierten Gebäuden untergebracht. Der Kontrast dazu ist das „Mikrobetonhaus“, ein früheres Hotel, in dem alle Zimmer verwanzt waren, d.h. alle Zimmer waren mit Mikrofonen zwecks Abhören ausgestattet. Dort ist das Okkupationsmuseum, ein Plattenbau aus der Sowjetzeit, das an die schlimme und oft tragische Zeit von 1940 bis 1999 erinnert, untergebracht. Viele Dokumente und andere Originale erinnern an frühere Schreckenszeiten.
Die Letten wurden Ende der 30er Jahre von den Sowjets verfolgt, einfach nur, weil sie Letten waren. Die Mutter von Prof. Veits hatte einen praktischen Sinn und wollte überleben und hat so eine Ausreise aus Lettland erreicht. Man floh mit der MS Wilhelm Gustloff nach Mecklenburg, wo die Familie dann wieder von den Sowjets eingeholt wurde und dann erneut fliehen musste und so in Westdeutschland landete.
Doch das Negative ließ Prof. Veits außen vor und zeigte uns nur die schönen Dinge und die Kultur des Landes. Seine Frau hatte lettischen Schmuck angelegt: in Silber gefasste Bernsteine, die die Sonne symbolisierten. Die Sonne spielt in dem erst spät zum Christentum konvertierten Letten eine große Rolle und das Johannisfest „Sommersonnenwende“ ist das Ereignis des Jahres, verständlich bei langen Wintermonaten und kalten Nächten. Die Letten, Esten und Litauer sind bei den Völkerwanderungen von Indien bis an die Ostsee gewandert. Die Sprachen sind mit Sanskrit verwandt.
Er beschrieb Letten so: „wenn 2 Letten zusammen sind, ist es ein 8-stimmiger Chor“. Singen ist die liebste Beschäftigung der Letten, die sehr viele Lieder kennen und das große Sängerfest zur Sommersonnenwende alle 3 Jahre in der Hauptstadt das wichtigste Fest. Kleinere Sängerfeste gibt es immer und überall.
Das Land wurde in den letzten 20 Jahren wieder aufgebaut, Schönes wurde renoviert und restauriert. So die Jugendstilhäuser in Riga, inzwischen zum Weltkulturerbe erklärt. Oder das mittelalterliche Ständehaus oder die anderen Häuser, die an die Hansezeit erinnern, auch alte Paläste, die neuen Nutzungen zugeführt wurden, Kirche, die wieder als Kirchen genutzt werden. Denn, wie wir alle wissen war das Christentum während der Sowjetzeit auch im Baltikum unerwünscht, wurde ignoriert und unterdrückt.
Prof. Veits erzählte uns von der technischen Universität, den Exporten, u.a. Gips, uns fiel gleich Rigips ein, ja, meinte der Professor, das kommt von Rigaer Gips. Er war stolz auf die technischen Erfinden der Letten, ein anderes sehr erfolgreiches Produkt war die Minox, eine kleine, schmale Kamera, die hervorragende Bilder machte.
Familie Veits ist aktiv an dem Wiederaufbau des Landes beteiligt, hat einen 2. Wohnsitz in Liepāja, uns eher als Libau bekannt, der drittgrößten Stadt Lettlands und Geburtsstadt Prof. Veits. Der Sohn ist in der Kriegsgräberfürsorge ehrenamtlich aktiv tätig, da er zweisprachig erzogen wurde ein idealer Dolmetscher zwischen den deutschen und lettischen Freiwilligen, die die Kriegsgräber in dem Land in Ordnung bringen und pflegen.
Außer schönen Bildern hatte Prof. Veits und seine Frau noch andere Souvenirs mitgebracht, so eine Trachtenpuppe, natürlich die Nationalfahne, ein Glas voller selbst gesuchter Bernsteine. Wir konnten einen alten schweren Silberlat mit einem neuen, der dem DM-Groschen ähnelt, vergleichen.
Frau Czernek bedankte sich im Namen der FDP für den gelungenen Abend bei dem Ehepaar Veits.

Bücher-Haus- Riedstadt-Goddelau

Büchner Haus
Büchner Haus
Dass man sich neben der Politik auch für die Kultur im Kreis interessiert, bewiesen 10 Mitglieder FDP Nauheim und Freunde am 5. Oktober 2011
Im Kreis Groß-Gerau wurde im vorletzten Jahrhundert der Dichter Georg Büchner (1813 -1837) geboren. Das Geburtshaus Büchners in Goddelau, das zu Riedstadt gehört, wird durch einen Förderverein gepflegt, der nicht nur das Andenken an den Dichter wach hält, sondern auch die Hypothek für den Erwerb und Umbau des alten Gebäudes „ stemmt“. Der Verein wird von Riedstadt unterstützt, ist aber dennoch auf Spenden angewiesen.
Um etwas über Büchner zu erfahren und die Frage zu beantworten, wer war Büchner und wieso war er so sprachbegabt, woher hatte er all sein Wissen über menschliche Schicksale, schilderte uns Frau Pöhlmann etwas über die Herkunft und Familie, denn über ihn selbst sind wenige Dokumente und keine Erinnerungsstücke mehr vorhanden.
Da ist einmal die Geschichte des Vaters, der als Arzt in den Krankenanstalten in Goddelau und Darmstadt tätig war, auch damals schon ein vom Land Hessen bzw. den Grafen unterhaltenes Krankenhaus. Da ist die Familiengeschichte der Mutter, deren Vater als Angestellter des Grafen als Verwaltungsbeamter nach Goddelau „strafversetzt“ wurde – für uns aus heutiger Sicht völlig willkürlich und unverständlich. Da ist die Großmutter, die im Haushalt ihrer Tochter, Büchners Mutter, versorgt wurde und ihren Enkeln aus ihrem bewegten Leben erzählte und Märchen und Geschichten vorlas. Die Geschwister Büchners wurden alle wesentlich älter als er und haben alle eine beeindruckende Biografie. Dadurch lassen sich Rückschlüsse ziehen.
Die Besichtigung des Geburtshauses zeigte uns, in welch engen Wohnverhältnissen die Familie lebte. Die Zeiten waren sehr unruhig. Rede- und Meinungsfreiheit waren verboten. Doch die Idee der französischen Revolution war auch in den Köpfen der Bürger geblieben. Ungewöhnlich für die damalige Zeit war die Erziehung der Kinder, die die Eltern duzten und die bei Tisch mit den Eltern diskutieren durften.
Trotz der Anstellung als Arzt im Staatsdienst waren die finanziellen Mittel der Familie begrenzt. Da der Vater seine Arztausbildung in die Armee gemacht hatte, wollte er seinen Kindern dies ersparen. So besuchten die Söhne das Gymnasium in Darmstadt und Sohn Georg studierte Medizin. Während der Studienzeit in Straßburg lernte er die freiheitliche und offene Atmosphäre zu schätzen und empfand dann in Gießen eine außerordentliche Enge, die er mit anderen „Revolutionären“ durch Flugblätter zu bekämpften versuchte, so dass er schließlich steckbrieflich gesucht wurde und aus Deutschland floh. Schließlich bekam er in Zürich eine Anstellung als Privatdozent. Dort erkrankte er an Typhus. Diese Krankheit war für ihn tödlich, sein Gesundheitszustand war schlecht, ausgelöst durch Stress, durch Flucht, fehlende Familie und mangelnde Ernährung.
Wir danken Herrn Pöhlmann, dass er seine Frau vorgeschlagen hat, ehrenamtlich das Andenken an Büchner zu pflegen, wozu sie als Dipl.-Bibliothekarin an der Deutschen Bibliothek beste Voraussetzungen hat.

Druckzentrum DRM

Rundgang durch das DRM
Rundgang durch das DRM
Am 14. September 2011 trafen sich nach der Sommerpause 20 FDPler und Freunde zur Besichtigung des Druckzentrums im Rüsselsheimer Industriegebiet “Blauen See“. Dieses Druckzentrum zweier Verlage wurde durch den Kauf neuer Maschinen nötig, da die alten Maschinen den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wurden und die neuen, höheren und schwereren Maschinen einen Neubau erforderten, dessen Kosten beide Verlage zusammen „stemmten“.
Die Entscheidung für das neue Gebäude haben die beiden Verlage des „Echos“ und „Mainzer Allgemeine“ als gleichberechtigte Partner getroffen, obwohl die „Mainzer Zeitung“ größer als der Echo-Verlag ist. Der Standort Rüsselsheim hat für beide Verlage viele Vorteile: direkt an der Autobahn gelegen ist die Entfernung zu den Verteilzentren gleich geblieben. Auch die Nähe zum Flughafen spielte eine Rolle. Die riesigen Druckmaschinen, die natürlich um 15:00 Uhr noch nicht alle liefen, da das Geschäft mit Tageszeitungen erst abends spät anläuft, um größtmögliche Aktualität zu gewährleisten, sind schon beeindruckend. Beeindruckend war auch die Revolution im Druckgewerbe in den letzten 30 Jahren - vom Druck im Gutenbergstil mit Schriftsetzern – zu der heutigen computergesteuerten Technik. Das bedeutete auch eine Umschulung und Weiterbildung der Mitarbeiter.
Der Text für die Zeitung g und die gesamte Gestaltung der Seiten wird in den Redaktionen an den jeweiligen Standorten gemacht und dann die fertige Seite an 2 unterschiedliche Server gesandt, falls ein Server ausfällt, sind die Informationen bei dem anderen Server immer noch abrufbar und die Zeitung kann pünktlich erscheinen. Erstaunliches ist möglich - wie das Festsetzen welcher regionale Beitrag mit welcher regionalen Werbung als Beileger an welche Auslieferungsstation: So ist man in der Lage, unterschiedliche regionalen Zeitungen zu drucken – es gibt Zeitungen für Bingen – Ingelheim – Mainz – Wiesbaden oder auch Darmstadt – Rüsselsheim – Groß Gerau und viele andere Orte und Regionen. Es gibt einen gemeinsamen Teil und den individuellen, regionalen Teil. Auch die Einleger einschließlich Werbung kann regional unterschiedlich gestaltet werden. Es heutiger Stand, dass die Zeitung farbig gestaltet ist – und nicht mehr schwarz-weiß wie noch vor ein paar Jahren. Auch das leisten diese Maschinen sekundenschnell.
Max und Moritz, zwei Roboter, transportieren die tonnenschweren Papierrollen zu den Druckmaschinen. Um stets einen ausreichenden Papiervorrat zu haben, werden die Rollen bei verschiedenen Herstellern, u. a. in der Schweiz bezogen, so dass durch Streik bei einem Lieferanten es nicht zu Engpässen in der Papierlieferung kommt und dadurch zu einem Nichterscheinen der Zeitung. Streiken allerdings die Redakteure, ist eine im Umfang reduzierte Standardzeitung ohne regionale Nachrichten möglich. Eine Tageszeitung zu drucken, erfordert ein großes Papierlager. Das größte Papierlager ist jedoch auf der Autobahn – wenn die Papierrollen vom Hersteller nach Rüsselsheim gebracht werden. Um reibungslos zu drucken, ist es wichtig, dass das Papier immer eine bestimmte Feuchtigkeit hat, so gibt es eine vollautomatische Raumbefeuchtungs-Anlage.
Nachts kommen die Autos, um die Zeitungen den Verteilzentren zu bringen, wobei auch Fremdzeitungen verteil werden – wie Frankfurter Allgemeine oder Financial Times, die nicht am Standort Rüsselsheim gedruckt werden. Imponierend war die Ladestation für die Zeitungen, die fertig gebündelt in den Vertrieb gehen, wie es der einzelne Zeitungsträger braucht.
Während der ruhigeren Zeiten werden weniger aktuelle Dinge gedruckt – wie Sonderbeilage zu speziellen Themen, die dann auch als Einleger in die Zeitungen zu finden sind oder auch verschiedene Kirchenzeitungen.
Nach dem Rundgang stand uns Herr Neufels für Fragen zur Verfügung. Sein Werdegang zeigte den Wandel im Druckgewerbe. Er hat uns spannend über die Herausforderungen mittelständischer Betriebe in der heutigen Zeit berichtet und war ein liebenswürdiger Gastgeber.

Darmstadt Mathildenhöhe

Russische Kapelle mit Bad
Russische Kapelle mit Bad
Dass sich Mitglieder der Nauheimer FDP und deren Freunde nicht nur für Politik interessieren, sondern auch für die Kultur im südhessischen Raum, zeigte die große Beteiligung an der Fahrt zur Darmstädter Mathildenhöhe und dem Jugendstil. So trafen sich 20 kulturinteressierte am 06.07.2011 in Darmstadt.
Wir erfuhren viel über den Jugendstil, den Hessischen Großherzog Ernst-Ludwig von Hessen und seine Verbindung zum Zarenhof. Inmitten des Ensembles des Jugendstils steht eine russische Kapelle, die durch ein Wasserbecken, gebaut von Albin Müller, und dem Aufnehmen verschiedener Stilelemente sich dann doch in das Gesamtensemble auf der Mathildenhöhe einfügt. Der letzte Zar von Russland war der Schwager des letzen regierenden Großherzogs. Der Zar wollte einen geeigneten Gebetsraum haben, wenn er in Darmstadt war. Von Interesse war noch, dass der russische Architekt der Kapelle der Großvater Peter Ustinovs war. Heute wird die russische Kapelle von der russisch-orthodoxen Gemeinde genutzt und ist nach einer gründlichen Renovierung auch für die Öffentlichkeit geöffnet.
Der Herzog versuchte, die Produkte, die die Künstler auf der Mathildenhöhe entwarfen durch Messen zu vermarkten, was nicht sehr erfolgreich war. Produkte des Jugendstils waren Porzellan, Möbel, Tapeten, Teppiche, Gardinen – selbst die Kleidung der Frauen war im Jugendstil.
Während des Rundganges auf der Mathildenhöhe und bewundern der einzigartigen Häuser und der großen Gärten, die sich inzwischen alle in Privatbesitz befinden, lasen wir von der Aktion „SOS – Mathildenhöhe“. Einige einflussreiche Bürger der Stadt wollen dort ein Museum erbauen, um Kunst, die sie gesammelt haben, der Darmstädter Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Mathildenhöhe – als Magnet für viele Besucher, empfinden sie, sei der richtige Rahmen. Andere Bürger sind total entsetzt, einen schwarzen Kubus an der Stelle zu finden, wo einst das einzig durch den Krieg völlig zerstörte Jugendstilhaus sich befand. Viele von uns konnten die Empörung der Anwohner nachvollziehen und wünschten, dass die Mathildenhöhe – wie vorgeschlagen – Weltkulturerbe wird.
In dem Hochzeitsturm, das Wahrzeichen von Darmstadt, der gerade renoviert wird, kann man auch heute noch heiraten, ein wunderbarer Rahmen für einen schönen Tag, war dieser Turm doch ein Geschenk der Darmstädter Bürger für ihren Großherzog.
Den Rundgang über die Mathildenhöhe wurde durch die Besichtigung des Platanenhains beendet. Dort steht ein Grabmal Paula Modersohn-Becker (sie wurde in Worpswede beerdigt), das Bernhard Hoetger entworfen hat –wie auch die verschiedenen anderen Kunstwerke im Platanenhain.
Der Ausklang eines informativen und auch wunderschönen Nachmittags fand im Café auf der Mathildenhöhe statt, um noch im passenden Ambiente den Jugendstil auf sich wirken zu lassen.

Besichtigung Biogasanlage

an der Verladestelle
an der Verladestelle
13 Mitglieder und Freunde der Nauheimer FDP wurden von Herrn Weber zur Führung durch die Biogasanlage begrüßt und durch die Anlage geführt. Seit 2008 betreibt die ÜWG mit den Stadtwerken Groß-Gerau Versorgungs GmbH (GGV) eine Biogasanlage in Groß-Gerau Wallerstädten. Die Bauzeit für die Anlage betrug 7 Monate. Gebaut wurden drei Fermenter, ein Maschinenhaus, in dem die BHKWs und eine Werkstatt untergebracht sind und mehrere Fahrsilos. Die Investitionskosten liegen bei ca. 3 Mio. €. Die Biogasanlage wird mit Rohstoffen (Mais, Grünroggen, Zuckerhirse, Zuckerrüben und Sudangras) betrieben. Pro Jahr werden ca. 13.000 t Energiepflanzen benötigt. Reststoffe wie z.B. Gülle oder Lebensmittelabfälle werden nicht eingesetzt. Der Einsatz von Zuckerrüben wird zurzeit getestet. Die eingesetzten Bakterienkulturen zersetzen die Proteine, Fette Kohlehydrate der Energiepflanzen im Fermenter und Nachgärer. Biogas (Faulgas) entsteht. In zwei Blockheizkraftwerken mit einer elektrischen Gesamtleistung von 1.086 kW erfolgt die Verstromung des Biogases. Die jährlich erzeugten rund 8,3 Mio. kWh reichen aus, um rund 2.500 Haushalte mit elektrischer Energie zu versorgen. Pro Jahr werden so ca. 10.000 t CO2 eingespart. Freigesetzt wird an CO2 nur die Menge, die bereits vorher durch die Pflanzen gebunden wurde. Von den 8,3 kW Wärme werden ca. 2 Mio. kW für die Anlage selbst benötigt und noch einmal ca. 2 Mio. kW Wärme gehen an die Kräutertrocknung eines benachbarten landwirtschaftlichen Betriebs. Es wäre aber auch möglich, die entstandene Wärme als Fernwärme oder für das Nahwärmenetz zu nutzen. Die Rückstände der Biogaserzeugung sind geruchsfrei und werden als Pflanzendünger benutzt.
Am Ende der Führung bedankte sich Brunhilde Schmidt bei Herrn Weber für die interessanten und informativen Angaben.

Alt-Nauheim

Nauheim – gestern – heute - morgen

Rund 30 interessierte BürgerInnen und ein Hund wurden am 23.03.2011 von Herrn Lothar Walbrecht vom Heimat- und Museumsverein Nauheim durch den Ortskern geführt. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Mittwochsveranstaltungen der FDP – diesmal ging es durch den alten Ortskern von Nauheim.
Wie die anderen Orte des Kreises Gross-Gerau war Nauheim bis zum Ende des WK 2 eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde, deren größter Arbeitgeber das Sägewerk Rüffer an der Bahnlinie war. Durch den Zuzug vieler Flüchtlinge nach dem Krieg wandelte sich Nauheim zur Musikgemeinde und wurde für viele - nicht nur für Erzgebirgler - eine neue Heimat. Die genaue Geburtsstunde des alten Straßendorfs Nauheim ist unbekannt. Die erste urkundliche Erwähnung war in dem Lorscher Evangeliar.
Die Begehung begann an der Kastanie am Friedrich-Ebert-Platz – ging über die Mühlstraße, den Schwarzbach Richtung Schulstraße – und während wir durch die alten Gassen gingen - hörten wir die Geschichten der einzelnen Häuser. Von der Schulstraße ging es zum alten Rathaus – vorbei an den ehemaligen Gaststätten. Beim Brunnen dachten viele, wie gut, dass wir jetzt Wasserleitungen haben und nicht mehr am Brunnen das Wasser holen müssen und träumten – da es schönes Wetter war – von dem großen Schwimmbad auf dem Gelände, wo heute der Supermarkt von Thomas Philipps ist.
Dank des früheren Steuersystems gibt es Aufzeichnungen über die alten Hofreiten und deren Nummerierung – anders als heute wurde - fortlaufend gezählt. So kann man immer noch feststellen, dass das Haus zwischen Nr. 19 und 20 jüngeren Datums ist und das Haus Nr. 74 gegenüber von Haus Nr. 1 liegt. Wenn die alten Häuser auch noch vorhanden sind, hat sich die Nutzung verändert, so ist die Gaststätte „zum Hirsch“ jetzt ein Wohnhaus, wie auch die Gaststätten „zur Linde“ oder „zur Eintracht“, auch die Synagoge ist jetzt Wohnhaus. Das erste „Alte Rathaus“ wollten die Bürger nicht – denn es wurde von oben angeordnet – und so ließen sich die Nauheimer Zeit mit dessen Fertigstellung. Später wurde dann das neuere „Alte Rathaus“ gebaut – doch entgegen der Annahme nicht auf den alten Grundmauern, sondern im rechten Winkel dazu. Dieses sollte Ende des letzten Jahrhunderts abgerissen werden – doch man entschied sich, es zu renovieren und so ist es heute ein Schmuckstück im alten Ortskern.
Während des 30-jährigen Krieg waren es nur 50 Leute, die hier wohnten (auch belegt durch die Steuerunterlagen). Die Einwohnerzahl stieg an, so waren es nach dem 2. Weltkrieg etwa 2500 Personen – heute sind es mehr als 10000.
Über einen früheren Einwohner Nauheims erfuhren wir mehr – Peter Bajus – dessen Name auch heute noch lebendig ist – die Bajus-Garde der Nauheimer Carnevals Gesellschaft. Die alten Hofreiten sind liebevoll renoviert und restauriert und für ein Leben im 21.Jahrhundert gemacht worden. So ist Altes hier in Nauheim immer noch lebendig und wir blicken voller Zuversicht in die Zukunft.
Frau Hack bedankte sich herzlich im Namen der FDP für die nette und informative Führung bei Herrn Walbrech, der alle Bürger und an Nauheim Interessierten einlud, sich die Unterlagen und andere interessante Dinge im Heimatmuseum anzusehen.

Autohaus Herden und Nauheimer Gästehaus

Später als gewohnt- nämlich um 18:00 Uhr - trafen sich 14 interessierte Mitglieder und Freunde der FDP am 12.Januar 2011
Die Gruppe in der Inspektionshalle
Die Gruppe in der Inspektionshalle
vor dem Autohaus Herden, Robert-Bosch-Straße, um sich über Freuden, Sorgen und Nöte eines kleineren Betriebes zu informieren, der erst um 16:30 Uhr öffnet und um 20:00 h schließt. Das Thema war so interessant, dass die Presse erschienen war, die auch die Chance wahrnahm, sich bei der Ortsvorsitzenden, Frau Weidlich, nach der Position der FDP für die kommende Bürgermeisterwahl zu erkundigen.
Obwohl Rolf Herden den Betrieb seinem Sohn Frank übergeben hatte, ließ er es sich nicht nehmen, diesen Termin wahrzunehmen. Er wandte sich direkt an die Politik und beklagte, dass bei den Gesetzesänderungen zur Abwrackprämie nur die großen Konzerne und Vertragswerkstätten berücksichtig würden. Den vielen kleinen, freien Werkstätten, die sich auf die Reparatur und Inspektion gerade älterer Autos spezialisiert hätten, gingen die Kunden aus, das ginge an die Existenz. Die Hersteller gäben bei Neufahrzeugen eine lebenslange Garantie – unter der Voraussetzung, dass man in die Vertragswerkstätten geht. Und die neuen Teile seien zum Teil so gut, dass sie ein Autoleben (8 Jahre) halten würden.
Neben den Sorgen um den Betrieb hoben Vater und Sohn die Vorzüge ihrer Werkstatt hervor, die technisch auf dem neuesten Stand ist. In die Fortbildung der Mitarbeiter wird investiert. Da die Werkstatt erst um 16:30 h öffnet, ist es dem Autobesitzer nach Feierabend möglich, neben seinem Auto zu stehen, wenn es gewartet wird. Wenn eine große Nähe zu dem Fabrikat Opel besteht - dort „schafft“ Frank Herden morgens in der Abteilung Forschung und Entwicklung - sind die Mechaniker fähig und bereit, andere Fabrikate zu warten, was manchmal etwas länger dauern könnte, da man sich die entsprechenden Vorschriften erst beim Hersteller beschaffen und sich in die Thematik einarbeiten müsste, man – auch um die Praxis mit anderen Herstellern zu haben - gerne täte.
Die Elektronik hat bei den Autos Einzug gehalten, so werden heute Fehler per Computer gesucht und anschließend behoben. Die Mitarbeiter des Autohauses sind angehende Meister, die ihre praktischen Kenntnisse vertiefen wollen – Auszubildenden bei Opel oder anderen Werkstätten wird hier die Chance geboten, ihre Kenntnisse unter Anleitung kompetenter Leute zu verbessern.
Neben Inspektionen und Reparaturen- das Autohaus hat ein großes Lager an Opelersatzteilen, so dass ohne lange Wartezeiten auf Zubehör auch ältere Modelle zügig repariert werden können, bietet Herden die TÜV-Abnahme und Autoabgasuntersuchen an. Lackierarbeiten lässt die Werkstatt durch den Meisterbetrieb Arikan durchführen, den wir früher besichtigten. Selbst wenn es nur ein kleines Autohaus ist, so kann es doch mit den großen mithalten. Ein Beispiel für die hohe Qualität der Arbeit ist auch das halbjährliche Radwechseln. Hier werden immer die Reifen ausgewuchtet, was kostspielige andere Reparaturen vermeidet, und nicht bloß die Räder aufgeschraubt.

Auf dem Gelände der Werkstatt befindet sich das Nauheimer Gästehaus, dem wir ebenfalls einen Besuch abstatteten und erfuhren,
Im Nauheimer Gästehaus mit Frau Walldorf
Im Nauheimer Gästehaus mit Frau Walldorf
dass das kleine Hotel schon seit 9 Jahren besteht und die Inhaberin, Pächterin von Rolf Herden, schon morgens sehr früh aufstehen muss, damit sie ihren Gästen den erwarteten Service bieten kann. Oft ist sie auch noch spät für diese da. Das Gästehaus ist an 7 Tagen in der Woche geöffnet, die meisten Gäste sind Geschäftsleute, viele davon Stammkunden. Am Wochenende geht es etwas ruhiger zu. Wir bewunderten Frau Walldorf, die mit viel Fleiß und Energie das kleine Hotel in Schuss hält. Auch hier sind ständig neue Investitionen, Reparaturen vonnöten, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Michael-Adrian-Observatorium in Trebur

Große Resonanz fand die Ankündigung der FDP, das Michael-Adrian-Observatorium in Trebur am 24.November 2010 zu besichtigen, 25 Leute meldeten sich an, obwohl der bewölkte, regnerische Himmel keinen Blick in den abendlichen Sternenhimmel versprach. Allen Nauheimern ist Michael Adrian als Betreiber des hiesigen Alten- und Pflegeheims ein Begriff. Das Treburer Observatorium wird von seiner Stiftung betrieben, um es Wissenschaftlern und Laien zu ermöglichen, den abendlichen Sternenhimmel zu beobachten u. a. durch VHS-Kurse. Dazu unterhält die Stiftung eines der größten Teleskope in Deutschland, ein russisches Modell nach dem Methode Cassegrain.
Torsten Schäfer, Mitglied des Vorstandes der Stiftung, führte uns in einem launigen, auch für uns Laien verständlichen Vortrag, in die Astronomie ein. Er erzählte von Newtonschen und Keplerschen Gesetzen, 2 Physiker, die zunächst einmal durch genaue Beobachtung des Sternenhimmels und der Umlaufbahn vieles herausfanden und Gesetzmäßigkeiten erkannten. Wir bewunderten die Astronomen noch früherer Zeiten, denen unsere heutigen technischen Möglichkeiten nicht zur Verfügung standen, die dennoch außerordentlich große Beiträge zum Fortschritt der Astronomie geleistet haben. Fasziniert lauschten wir, wie man die Weiten berechnet und welche Gesetzmäßigkeiten dem zugrunde liegen.
Der abendliche Sternenhimmel faszinierte schon immer die Menschheit. So sind die Sternenbilder der „alten“ Griechen auch heute noch gebräuchlich, obwohl wir keinen Stier, Bären oder Jungfrau erkennen können. Anhand des Orion wurde uns gezeigt, wie man es im Altertum gesehen hatte. Mit viel Phantasie konnte man dann auch einen Krieger erkennen, seinen Pfeil, die Bogentasche.
Große Heiterkeit erregte die Aussage von Herrn Schäfer, dass die Wellenbewegung der Nordsee auch Einfluss auf die Erde in Mainz habe und diese dort bewege. Als er es uns das näher erläuterte, waren wir überrascht, an welche Dinge bei der Erbauung eines großen Teleskops gedacht werden muss. Mit Hilfe eines Computers ist die genaue Berechnung möglich, wobei alle möglichen, für uns kaum vorstellbare Dinge berücksichtigt werden müssen.
Wir erfuhren, dass es wenig Sinn macht, bei Vollmond eine Sternwarte zu besichtigen, da der Mond alles überstrahlt und die anderen Bewegungen am Himmel – dunkler Himmel mit dunklen Objekten kaum zu erkennen sind. Am günstigsten ist es, bei ¾ zunehmenden Mond und klarem Sternenhimmel sich durch das große Teleskop den Mond anzuschauen, denn dann kann man sehr viel erkennen, eben auch dass die Unebenheiten der Mondoberfläche Schatten werfen.
Nach viel Theorie, wobei auch unsere Fragen beantwortet wurden, ging es durch einen mit rotem Licht ausgeleuchteten Gang dann zum Teleskop. Rotlicht, viele kennen das auch noch aus der Dunkelkammer bei der Analogfotografie, war deshalb wichtig, damit die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnen konnten, um im Dunklen die anderen dunklen Gegenstände erkennen und unterscheiden zu können. Diesen einfachen Versuch konnten wir selbst nachvollziehen, denn die ersten in dem Teleskopraum konnten die nachfolgenden Besucher gut erkennen, während diese noch „blind“ waren. Und da am Himmel – wegen der Ferne – einige Sterne nur sehr schwach zu erkennen sind, ist es wichtig, dass sich die Pupillen an die Dunkelheit gewöhnt haben.
Da die Sternwarte jeden Mittwochabend ab 19.00 Uhr geöffnet ist, planen einige der Gruppe, dort noch einmal hinzugehen – wenn der Himmel klar und der Mond nur erst ¾ voll ist.

Brüssel zum Parlament der Europäischen Union

Wie bei der Fahrt zum Europaparlament in Straßburg angeregt, trafen sich jetzt mehr als 30 Mitglieder und Sympathisanten der FDP, um das EU-Parlament in Brüssel am 17. und 18. November 2010 zu besichtigen. Da die Fahrt lang und das Programm umfangreich war, planten wir eine Übernachtung ein.
Die Gruppe im Eu-Parlament
Die Gruppe im Eu-Parlament
Im Zeichen der Wirtschaftskrise hatte unser Gastgeber, der FDP-Europa-Abgeordnete Dr. Wolf Klinz, der als Vorsitzender den Sonderausschuss „CRIS - zur Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise“ leitet, einen engen Terminkalender. Dennoch nahm er sich Zeit, uns seine Aufgabe im Parlament und die 3 Säulen der EU zu erklären, wie den Rat (Regierungschefs) und die Kommission (jedes Land entsendet einen Kommissar) und das Parlament. Diese 3 Institutionen erstellen die Vorlagen der Gesetze, die beschlossen werden sollen. Es gibt Direktiven und Verordnungen, wobei zwischen Direktiven (1:1 umzusetzen) und Verordnungen (die geringe nationale Veränderungen erlauben) zu unterschieden ist. Bei dem langen Marsch durch das Parlament verstanden wir auch, warum es manchmal bei der EU etwas länger dauert, wobei uns der Assistent von Dr. Klinz begleitete und den einen oder anderen Sitzungssaal zeigte, in dem gerade das Parlament oder Ausschüsse tagten.
Neben dem politischen Teil hatten wir Zeit für die touristischen Attraktionen von Brüssel. Während der Stadtrundfahrt erfuhren wir, dass sich Brüssel aus der Stand und der Region zusammensetzt – darüber hinaus besteht Belgien aus den beiden Provinzen Flamen und Wallonen. In der Stadt besichtigten wir den großen Markt mit dem alten Rathaus und den Zunfthäusern. Vor allen Dingen das der Brauer war beeindruckend – bei den vielen Biersorten verständlich, dass das Zunfthaus der Brauer besonders prächtig war - und wir lernten, dass das Manneken Pis Symbol der Freiheit und der unkonventionellen Art der Belgier ist, die sich von den protestantischen Niederlanden und dem Habsburger Regime abgetrennt hatten und deren Nation als konstitutionelle Monarchie erst seit 1830 existiert. Wir sahen das Militärmuseum und Jugendstilhäuser und so mancher von uns beschloss: es lohnt sich ein längerer Besuch der Stadt, da noch so viel zu entdecken ist: Belgische Spitzen, den Jugendstil, das Atomium und die Galeries Royales Saint-Hubert.
Nach der Stadtrundfahrt stand uns der Abend zur freien Verfügung, bei dem wir auch die anderen belgischen Spezialitäten wie Fritten, Bier und Waffeln probierten, was viele von uns in der Brüsseler Fressgasse taten, nachdem wir uns schon mit Schokolade eingedeckt hatten.
Die Rückfahrt führte uns über das Dreiländereck – Belgien – Niederlande – Deutschland nach Aachen. Dort hatten wir Gelegenheit, den Dom zu besichtigen – wer mochte, konnte zum Fabrikverkauf von Lindt und Sprüngli gehen, was zu Beginn der Adventszeit sehr verlockend war. Auch hier dachten viele von uns, dass Aachen einen weiteren Besuch lohnt.
Gegen Abend nach 2 Tagen voller Erlebnisse erreichten wir wieder Nauheim und waren uns sicher, dass wir ohne Unterstützung von Dr. Klinz nicht ins EU-Parlament gekommen wären, also schon etwas ganz besonderes erlebt haben.
uer Artikel.

Darmstädter Privatbrauerei - 2. November 2010

21 interessierte BürgerInnen trafen sich am Bahnhof Nauheim, um die Darmstädter Privatbrauerei zu besichtigen. Es bot sich an, mit dem Zug zu fahren, da die Brauerei gegenüber
Auf em Wege
Auf em Wege
vom Darmstädter Hbf. liegt und Parkplätze kaum vorhanden sind.
Nach der freundlichen Begrüßung durch eine Mitarbeiterin des Hauses wurden wir nicht nur in die Geschichte des immer noch im Familienbesitz sich befindenden Unternehmens geführt, sondern auch durch die einzelnen Stationen der Bierherstellung, bei der wir die Zwischenprodukte probieren konnten, die geschmacklich noch weit von einem leckeren Bier entfernt waren.
Die frühere Brauerei Rummel ist mit ca. 60 MitarbeiterInnen mittelständisch und beliefert - anders als die “Fernsehbrauereien“ (große Konzernbrauereien) - den regionalen Markt. Regional sind auch die Grundprodukte zur Herstellung der Biere, die im Umland von Darmstadt angebaut werden.
Neben den Grundprodukten Wasser, Gerste oder Weizen, Hopfen gehört als viertes Hefe dazu. Das Wasser wird aus einem eigenen Brunnen im Hof aus 150 m Tiefe geholt. Dieses Wasser ist sehr kalkhaltig und wird durch einen Ionenaustauscher auf Härtestufe 5 reduziert. Inzwischen wird Wasser als etwas Wertvolles angesehen und sparsamer damit umgegangen. Wurden früher 15 l Wasser für 1 l Bier benötigt, ist heute der Bedarf an Frischwasser reduziert worden, was auch Kosten senkt. Beispielsweise wird das Wasser für die Kühlung als Warmwasser dem Herstellungsprozess zugeführt.
Bevor das junge Bier abgefüllt wird, werden die wiederverwendbaren Flaschen, Kästen und Fässer gründlich gereinigt. Sauberkeit ist das A und O. Man zeigte uns die Anlagen, die dazu dienen und auch das anschließende Abfüllen; Stationen im Brauprozess, die sehr personalintensiv sind und bei denen durch Computer oder Menschen an vielen Stellen kontrolliert wird, dass alles einwandfrei ist. „Sauerstoff und Bier verträgt sich nicht“, daher wird vor Abfüllen des Bieres erst die Luft durch Kohlensäure aus der Flasche gelassen, bevor es eingefüllt wird. Das Gas im Flaschenhals ist keine Luft, sondern Kohlensäure.
Sehr teuer ist die Anlage zum Abfüllen von Bügelflaschen, was auch für Fremdfirmen übernommen wird, die sich für Gaststätten- oder mittelständische Brauereien nicht lohnt zu betreiben. Das Bier, das abgefüllt werden soll, wird angeliefert.
Das Sortiment der heutigen Darmstädter Brauerei besteht aus 11 Biersorten und enthält keine Biermischgetränke. Der Entwicklungsaufwand und entsprechende Marktforschung ist für eine Brauerei dieser Größenordnung nicht rentabel.
Insgesamt ist der Bierkonsum rückläufig. Dies hat mehrere Gründe: zum einen ist es die Altersstruktur, da die Jüngeren andere Getränke bevorzugen, zum anderen haben die hier lebenden ausländischen Mitbürger ihre Trinkgewohnheiten mitgebracht. Unsere Frage, was Bockbier mit Böcken zu tun hat, wurde beantwortet: Es leitet sich von der Stadt Einbeck ab – und hat mit den Tieren nichts zu tun, selbst wenn diese gerne auf dem Etikett dargestellt werden.
Nach einem informativen Rundgang durch die Brauerei durften wir die verschiedenen Biere kosten, was mit Bretzel, Weck und Wurst besonders gut schmeckte.
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Wasserverband Schwarzbach-Ried – ein trockenes Thema

Info-Veranstaltung am 1.September 2010

Unter der Leitung der FDP-Vorsitzenden, Frau Weidlich, besuchten 15 interessierte BürgerInnen eine Informations-Veranstaltung beim Wasserverband Schwarzbach-Ried in Gross-Gerau. Die Nauheimer FDP wurde von den Kollegen aus Trebur begleitet.

Wir erfuhren von den Aufgaben des Wasserverbandes, ein Zusammenschluss von 19 Gemeinden, dessen Gebiet den Kreis Gross-Gerau, aber auch Zeppelinheim und Kreis und Stadt Darmstadt umfasst und der auch für das Modaugebiet zuständig ist. Er kümmert sich um die Erhaltung und Pflege von Flüssen, Bächen und Wässern überhaupt und somit auch um Hochwasserschutz. In diesem Jahr kam es zu 3 „Ereignissen“ (extreme Regenfälle bei gleichzeitig hohem Wasserstand), bei dem das Wasser nicht schnell genug abfließen konnte. Wie Herr Möhrle, Leiter des Wasserverbandes, erklärte, gilt als Überflutungsgebiet alles, was in 100 Jahren mal überflutet wurde, also praktisch alles Nichtbergige, wobei Trebur besonders betroffen ist. Er berichtete ferner, dass alles Wasser über die Bäche aus den bergigen Gebieten bei Ginnsheim in den Rhein fließt. Um den Wasserablauf zu beschleunigen, gibt es dort eine Pumpanlage.

Wir erfuhren viel von den Gesetzen, von örtlichen, kreislichen Aufgaben, Aufgaben des Verbandes, Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums, des Landes Hessen, der Bundesregierung und der Europäischen Union. Mangelnde Kommunikation innerhalb der Zuständigkeiten erschweren die Arbeit. Alle Legislativen und Behörden wollen das „Wasser“ regeln, was durch Gesetze und Verordnungen geschieht. Nach vielen Jahren der Trockenheit machen sich die Klimaveränderungen durch Starkregen bemerkbar. Während früher alles zubetoniert wurde, gilt heute: zurück zur Natur, Bäche sollen und dürfen mäandern. Nicht nur die Gesetze und Vorschriften sind manchmal kontrovers, auch in der Gruppe wurde heftig diskutiert.

In Nauheim ist es die Aufgabe des Wasserverbundes sich (wieder) um den Hegbach und um den Schwarzbach zu kümmern, so beim Schwarzbach nur für die Böschung (für den Weg ist die Gemeinde zuständig). Es die Aufgabe des Verbandes für einen reibungslosen Durchfluss des Baches zu sorgen. Bei Starkregen gibt es Auffangbecken (Hegbach), die in sehr nassen Jahren überlaufen können, so dass die angrenzenden bebauten Gebiete gefährdet sind. Ein Recht auf hundertprozentigen Hochwasserschutz gibt es nicht. Dennoch fragten wir uns, wieso konnte Bürgermeister Fischer die ganzjährige Nutzung der Häuser am See als Wohnhäuser befürworten? Warum wurde nicht gleichzeitig für den – sehr kostspieligen - Hochwasserschutz der Bewohner gesorgt? Dämme gebaut oder erweitert, die so breit sind, dass auch Einsatzfahrzeuge sie befahren können, um im Notfall helfen/retten zu können? Wer kommt für diese Folgekosten auf?

Bei der jährlichen Gewässerschau durch den Verband wird nach dem Zustand der Ufer, der Begrünung usw. geschaut und gepflegt. Die Pumpanlagen müssen ständig kontrolliert werden. Es ist nicht nur ein Kostenfaktor bei der Anschaffung, sondern auch in der Unterhaltung. Diese Aufgaben werden von einem kleinen Team beim Wasserverband wahrgenommen, andere Aufgaben an Spezialfirmen weitergegeben.

Wir erfuhren, dass für die Tiere. die an den Bächen leben und die die Böschungen schädigen könnten, verschiedene Behörden zuständig sind, so unterliegen die Bieber dem Naturschutz, die Nutria sind jagdbares Wild und für die Ratten bzw. deren Beseitigung ist die Gemeinde zuständig.

Auch wenn die Gemeinden die Abwässer geklärt in die Bäche und Zuläufe zum Rhein fließen lassen, so ist nicht zu gewährleisten, dass andere Nutzer dies nicht tun. Es kann auch sein, dass bei Starkregenfällen das Wasser aus den Überlaufbecken ungeklärt – nur von großen Teilen, wie Plastikflachen, Dosen u. ä. befreit - in die Bäche und damit in den Rhein fließt.

Besuch des Hauptzollamtes am Frankfurter Flughafens am 7. Juli 2010

In Erwartung, dass es zu aufregenden Aktionen kommt– der Chef der Flughafenklinik rettet einem Passagier, der an einer unbekannten Tropenkrankheit leidet, das Leben, ein Polizeihund stellt einen Rauschgiftschmuggler aus Südamerika, indem er sich auf dessen Schultern stellt und laut bellt (Aktivhund) während sich ein anderer vor einem Koffer mit Millionen von Euros Schwarzgeld brav hinsetzt (Passivhund), gleichzeitig ein Passagier aus Kanada mit dem auszustopfenden Puma vom Zoll wegen Verletzung der Artenschutzrichtlinien gestellt wird und die Schönen und Reichen an uns vorbei zum Ausgang schreiten - war es keine FernsehDoku-Soap am Frankfurter Flughafen, sondern Alltag am Hauptzollamt – eines kleines Teil der großen Organisation, den wir mitbekamen, dessen größte Aufregung es war, ob die Dame, die uns führen sollte, pünktlich war und ob die Reisegruppe, die zum Ausgang strebte, uns mit ihrem Gepäck überrannte. Die Herausforderung der Gesamtorganisation Flughafen ist es, einen reibungslosen Ablauf des Betriebes bei über 50 Millionen Passagieren und jede Menge Fracht zu gewährleisten.

18 Mitglieder und Freunde der Nauheimer FDP wurden von einer Mitarbeiterin der Pressestelle des Hauptzollamtes zur Führung durch Teile des Zollbereichs begrüßt und durch einige Bereiche geführt. Da die Mitarbeiterin ihre Ausbildung auf dem Frankfurter Flughafen gemacht hatte, konnte sie über alle Aktivitäten des Betriebs Auskunft geben; die Behörde selbst gehört zur Bundesfinanzdirektion West mit Sitz in Köln.

In der Ankunftshalle erfuhren wir, dass man bei anmeldepflichtigen Gütern grundsätzlich durch „Ausgang rot“ gehen muss, sonst macht man sich strafbar, selbst dann, wenn kein Zöllner vor Ort ist. Dieses muss u.U. telefonisch geschehen. Das hat uns verwirrt, schließlich arbeiten beim „Zoll Frankfurt-Flughafen“ etwa 1000 Beamte, der auch Aufgaben für andere Behörden wahrnimmt, z.B. beim Artenschutz oder für das Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) bei tierseuchen- und pflanzenschutzrechtlichen Aufgaben. So beschlagnahmt er Lebensmittel, deren Einfuhr aus Gesundheitsgründen verboten ist (z.B, Produkte mit Geflügel bei Vogelgrippe).
Bevor ein Passagier sein Gepäck am Band in Empfang nehmen kann, ist es schon vielfach durchleuchtet oder durch Hunde kontrolliert worden, so dass ein Zöllner durchaus schon weiß, ob in einem Koffer Schmuggelware oder andere Dinge sind, deren Einfuhr nicht erlaubt ist oder verzollt werden muss. Da es kein Zollgrenzgebiet mehr gibt, haben die Zöllner überall in der Bundesrepublik die Möglichkeit, das Gepäck zu kontrollieren, auch nach Verlassen des Flughafens. Oft sind die zu zahlenden Gebühren sehr gering, dass sich Schmuggeln nicht lohnt und man nicht als vorbestraft gilt.

Zwar ist durch das Schengener Abkommen und die EG-Richtlinien der Zollbereich viel, viel größer geworden, so dass wir kein Gefühl mehr haben, eine Grenze zu überschreiben, dennoch gilt in vielen Fällen das nationale Recht. Es kann in Ausreiseländern die Ausfuhr eines Produktes erlaubt sein, die Einfuhr in das andere Land aber verboten sein (Beispiel Schweinefleisch oder Alkohol in Länder nach Saudi Arabien). Auch bei Nachahmerprodukten hochwertiger Güter sind die Bestimmungen unterschiedlich, während sie bei uns in Kleinstmengen (Eigenbedarf) erlaubt sind, ist es in Italien grundsätzlich verboten und wir sehr hoch bestraft.
Die Bewertung von kostbaren Dingen – z. B. Uhren, Schmuck – können vom Zoll als im Ausland gekauft bewertet – und gegen Kaution in entsprechender Höhe mitgenommen werden. Wenn man den Nachweis erbringt, dass die Ware tatsächlich schon in Deutschland gekauft wurde, so erhält man die Kaution zurück. Wichtig für uns war zu erfahren, dass es entgegen jeder demokratischen Regel der Unschuldsvermutung der betroffene Passagier nachweisen muss, dass er unschuldig ist.
Nach viel Theorie ging es zur die Besichtigung der Asservatenkammer, wo wir beschlagnahmte Souvenirs aus Tieren oder Teilen von Tieren, aber auch Pflanzen sehen konnten. Einige der Dinge waren schon sehr makaber, andere Präparate wurden unter großem Leiden für das entsprechende Tier hergestellt – Seepferdchen oder Bärengalle als Stärkungsmittel. Bei einigen Tierarten gibt es viele Arten, die nicht geschützt sind, eine Untergruppe aber vom Aussterben bedroht ist. Für uns Laien ist das oft nicht zu unterscheiden. Bei Rainsticks aus Australien oder in Kosmetika können Teile von Pflanzen enthalten sein, die ebenfalls dem Artenschutz unterliegen. Tipp der Dame war es, im Internet vom Ausland aus auf die Seite des Zolls (Zoll.de – Artenschutz im Urlaub) zuzugreifen und sich die Informationen zu holen – es gibt viele bildliche Darstellungen und Produktbeschreibungen. Es gilt, im Zweifel nicht einführen. Die Ware wird beschlagnahmt, man wird dazu noch bestraft. Obwohl das Gesetz schon lange gilt, ist die Zahl der gefundenen Gegenstände immer noch gleichbleibend hoc.
Der Zoll ist nicht zuständig für Produkte, die dem Artenschutz unterliegen und die vor 1976 erworben oder ererbt wurden. Diese dürfen wir zwar noch besitzen, müssten sie aber bei der entsprechenden Stelle beim zuständigen Regierungspräsidium in Darmstadt anmelden.
Zum Schluss wurde es spannend, als wir unsere Handtaschen durch den Scanner laufen lassen ließen, um festzustellen, was man dort sehen kann: Handys, Wasserflaschen, Geld und Schlüssel waren klar zu erkennen. Die unterschiedlichen Materialien wurden in verschiedenen Farben dargestellt.
Leider musste der Passivhund zum Tierarzt und konnte uns daher seine Dienste nicht vorführen.
Nach einer informativen und lehrreichen Veranstaltung, bei der die Mitarbeiterin des Zolls sehr ausführlich auf die vielen Fragen der Mitglieder der Gruppe einging, bedankte sich Frau Hack im Namen der FDP Nauheim für die Führung.

FDP vor Ort

Besichtigung Büttelborn

20 Interessierte, Mitglieder und Freunde der FDP aus Nauheim wurden Ende April 2010 bei strahlendem Sonnenschein von Mitgliedern des Vorstandes des Heimatmuseums Büttelborn herzlich begrüßt und zu einer Ortsbegehung unter historischen Gesichtspunkten eingeladen.
Zunächst ging es zur ehemaligen Sauerkrautfabrik. Das Gebäude ist zwar noch vorhanden, die Fabrik selbst wurde aber schon vor vielen Jahren geschlossen, die Konkurrenz aus Groß Gerau, die Firma Hero/Helvetia war stärker. Da um Büttelborn viel Landwirtschaft betrieben wurde und wird - u. a. Weißkohl - konnte eine solche Fabrik entstehen. Das Rezept und Know How zur Herstellung von Sauerkraut kam aus dem Elsass. Es herzustellen war sehr arbeitsintensiv, alles per Hand auf Hobeln geschnitten, Kinder stampften mit ihren Füssen den Kohl. Der gehobelte Kohl wurde nur gesalzen, in Holzfässern auch außerhalb von Büttelborn verkauft – dazu wurden die Fässer mit dem Fuhrwerk nach Mainz oder Rüsselsheim gebracht und dort verladen.
Weiter ging es zum ehemaligen Stoga-Gelände, einer ähnlichen Organisation wie die Raiffeisen-Genossenschaften, die mit sämtlichen Waren handelte (Ankauf von landwirtschaftlichen Produkten, Verkauf von Kohle, Öl, Diesel, Saatgut), die man in der Landwirtschaft benötigt. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen über Ruhezeiten, Lärm- und Staubbelästigungen, Abwässer wurde die Station geschlossen und ist in den Genossenschaftsverbund aufgegangen. Auch hier wurde der Bezug zu Nauheim hergestellt, da die übergeordnete Stelle der Stoga bei uns im Ort war.
Die nächste Station war das Alte Rathaus. Ende des 16.Jahrhundert wurde das Rathaus gebaut, wie auch die in Nauheim und Groß Gerau. Entgegen unserem heutigen Verständnis wurde das Rathaus nicht als Verwaltungsgebäude genutzt, der Dorfschulze – heute Bürgermeister - hatte einen anderen Amtssitz. Das Haus diente als Allzweckhalle, z. B. mal als Lagerraum, mal der Kreissparkasse. Heute ist im Erdgeschoss ein großer Raum, in dem es Wechselausstellungen zur Geschichte des Ortes gibt. Erst um die Jahrhundertwende zum 20.Jahrhundert wurde der Sauerkrauthobler an der Außenwand dargestellt. Hier erfuhren wir auch mehr aus der Historie des Ortes. Büttelborn ist seit der Jungsteinzeit, also seit ca. 4000 Jahren besiedelt, was sich anhand archäologischer Untersuchungen nachweisen lässt. Der Name selbst wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder geändert – die erste urkundliche Erwähnung war ca. 1200 als ein Mord geschah, ein Leibeigener wurde ermordet und der Besitzer für die fehlende Arbeitskraft finanziell entschädigt, eine Denkart, die uns heute fremd ist.
Als nächstes besichtigten wir die evangelische Kirche des Ortes, eine Steinkirche mit Teilen aus dem späten Mittelalter, die gerade aufwendig renoviert und restauriert worden ist. Ein Mitglied des Gemeindevorstands, eine frühere Grundschullehrerin aus Nauheim, führte uns in die Geschichte der Kirche ein, da sie die Gegebenheiten unserer Gemeinde gut kennt, auch mit Bezug auf Nauheim.
Die Büttelborner Kapelle lag am alten Jakobsweg, wie auch Nauheim. Da der hessische Fürst ein Freund Luthers war, wurde auch sein Herrschergebiet sehr früh protestantisch –„ wes des Landes, des des Glaubens“. Die Kapelle wurde später, da die Bevölkerungszahl wuchs, immer wieder verändert, teilweise abgerissen und neu gebaut, vergrößert, dazu wurde der rote Sandstein aus dem Gebiet verwendet.
Wir erfuhren die Geschichte des Altars, des Taufengels, der 11-Uhr- Glocke aus dem 15. Jahrhundert. Anders als in unserer Gemeinde läutete die eine Stunde früher zu Mittag. Das Geläut der Kirchen gab die Tageszeit an, da die Allgemeinheit noch nicht über Uhren verfügte. Besonders stolz ist die ev. Gemeinde Büttelborn auf die gerade erst wiederentdeckten Gemälde auf der Empore und die Schöler-Orgel aus dem Jahr 1782, die einmalig sind und die Kirche weit über Südhessen hinaus zu etwas ganz Besonderem machen.
Weiter ging es zum Anwesen der Familie Friedmann, die nicht nur Spargel anbaut, sondern auch auf anderen landwirtschaftlichen Gebieten tätig ist und aus dem Obst des Raumes Schnaps für den eigenen Verkauf aber auch für fremde Rechnung brennt. Erstaunt waren einige Mitglieder der Gruppe, dass die Kontrolle über den Alkohol durch den Zoll – entweder Darmstadt oder Wiesbaden – vorgenommen wurde und ohne Genehmigung kein Schnaps gebrannt werden darf. Auch hier gab es viel zu sehen. Alle Fragen wurden von Familie Friedmann gerne beantwortet.
Den Abschluss eines schönen Nachmittags in der Nachbargemeinde war die Besichtigung des Heimatmuseum und anschließende Essen, „Weck, Woscht“ und Linsensuppe (nicht aus der Dose, sondern selbstgemacht!), was großen Anklang fand.

FDP vor Ort

Museum Rüsselsheim

Vom Handwerk zur Industrie

Anfang März 2010 wurden wir von einer Mitarbeiterin des Museums begrüßt, die uns einen geschichtlichen Abriss der letzten 140 Jahre gab.
Um 1870 hatte Rüsselsheim mit etwa 2000 Einwohnern noch einen dörflichen Charakter. Wohnen und Arbeitsstätte waren eng beieinander. Wir konnten die Rekonstruktion der ehemaligen Schmiede sehen. Neben der Schmiede war noch die Werkstatt des Wagners aufgebaut. Hier wurde veranschaulicht, wie die Entwicklung von der Werkbank bis zu einer maschinell angetriebenen Maschine ging, die die Arbeit erleichtert, aber auch Menschen¬hand ersetzt. Neben den Handwerkern gab es Manufakturen, z.B. die Zichorienmanufaktur oder die Hasenfellschneiderei zur Herstellung von Filz. Wir erfuhren, dass hier im Wesent¬lichen unverheiratete Frauen oder Witwen beschäftigt wurden, die einen geringen Lohn bekamen. Soziale Absicherung gab es noch nicht. Die Lebenserwartung war u.a. auch aufgrund der gefährlichen Substanzen (Quecksilber), mit denen die Felle behandelt wurden, gering, darüber dachte man nicht nach und nahm es in Kauf, da man auf den geringen Lohn angewiesen war.
Aus einem Handwerksbetrieb, der Schlosserei Opel, entwickelte sich das Opelwerk, dem – auch entsprechend der Bedeutung für die Stadt Rüsselsheim - ein breiter Raum gewidmet wurde. Ein Sohn, Adam, hatte nach der Lehre im väterlichen Betrieb sich auf die Wander¬schaft begeben. Was damals üblich war. Er kam u. a. auch nach Paris, wo er in einer großen Nähmaschinenfabrik arbeitete und hier einen Industriebetrieb kennenlernte.
Zurück nach Rüsselsheim wollte er im väterlichen Betrieb auch eine Nähmaschinen¬produktion aufbauen, was der Vater strikt ablehnte. So machte er sich - mit Geld eines Onkels – selbständig und baute die ersten Nähmaschinen. Durch Heirat mit der reichen Sophie Scheller wurde es ihm möglich, Grundstücke am Main zu kaufen und eine Fabrik zu bauen. Neben Nähmaschinen wurden Fahrräder produziert. Später kam die Produktion von Autos dazu. Die ersten Automodelle, die man baute, wurden gekauft oder kopiert und nicht selbst entwickelt.
Später wurde eine Produktion an Fließbändern, wie es in den USA bereits üblich war, eingeführt. Bereits Ende 1920 verkaufte die Familie das Werk an General Motors. Erst mit Eintritt der USA in den Krieg (1942) gab es vorübergehend eine Trennung von GM, die nach dem Krieg für die Ausfälle entschädigt und wieder Herr in Rüsselsheim wurden.
Zum Abschluss besichtigten wir Typisches aus der Wirtschaftswunderzeit der 50er Jahren des letzten Jahrhunderts – mit einem Wohnzimmer bestehend aus Nierentisch, Tüten¬lampen, Cocktailsessel, Gummibaum, Fernseher und Phonotruhe. Auch die Erleichterungen im Haushalt konnten wir besichtigen – Kühlschrank Frigidaire von Opel, Küchenmaschinen, elektrische Bügeleisen u. ä., Waschmaschine mit Wringaufbau. Viele aus unserer Gruppe wurden an ihre Kinder- und Jugendzeit erinnert. Wir erfuhren auch von der Erweckung eines Opel Rekords von 1958 aus dem Dornröschenschlaf, der im Museum zu bewundern ist und vor allen Dingen die Herzen der Herren höher schlagen ließ.

Erdal - Mainz

Im Februar 2010 wurden etwa 11 interessierte BürgerInnen wurden von Frau Monika Kindgen, Pressestelle, zur Besichtigung des Unternehmens Werner und Mertz im Mainzer Industriegebiet in der Nähe des Zollhafens begrüßt.
Die Pflege guter Dinge ist das Credo des Unternehmens (Erdal, Frosch) – und das seit mehr als 140 Jahren. Man verknüpft handwerkliche Tradition und Erfahrung mit innovativen Produkten. Werner & Mertz fühlt sich als mittelständisches Familienunternehmen, das dem Standort Mainz verbunden ist und Reinigungs- und Pflegeprodukte für Haushalt und Industrie herstellt. Neben Mainz gibt es nur noch in Hallein/Österreich eine Produktionsstätte.
Nach einer Einführung über die Geschichte und die Produkte, die weltweit vertrieben werden, wurden wir auf dem Gelände zur Firma Alpla geführt, die die Plastikflaschen u.a. für Frosch herstellt. Dort wird für ca. 3 Tage im Voraus produziert. Sollte es bei Alpla zu Ausfällen kommen, ist das nächste Werk in Kaiserslautern, so dass es bei Störungen der Flaschenproduktion nicht zu Produktionsausfällen bei Frosch kommt. Durch diese andere Fabrik auf dem Werksgelände werden nicht nur Millionen LKW-Kilometer gespart, sondern auch der CO2-Austoss erheblich reduziert und jede Menge Dieselkraftstoff eingespart. Wir erfuhren, dass der Umweltfaktor für das Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert hat. Die Firma unterstützt den NaBu. „Frosch“ wurde als „Most Trusted Brand 2009“ ausgezeichnet. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Wort, sondern wird auch gelebt.
So ist das neue Verwaltungsgebäude unter Umwelt-Gesichtspunkten erbaut worden. Es wird Windenergie, Sonnenenergie und Erdwärme genutzt. Es wird eine positive Energiebilanz geben, da mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Um den ökologischen Gesichtspunkt zu betonen, bat man Joschka Fischer den Grundstein zu dem neuen Bürogebäude zu legen und hofft, dass der Rheinland-Pfälzische Umweltminister den Neubau einweihen wird. Hier werden die 250 Verwaltungsangestellte arbeiten. Darüber hinaus werden noch 50 Aussendienstmitarbeiter beschäftigt. Insgesamt hat Werner und Mertz weltweit etwa 800 Mitarbeiter.
Beim Rundgang durch das Werk besichtigten wir die verschiedenen Produktlinien auf dem Gelände, einschließlich der neuen Frosch-Oase-Produkte im Wellnessbereich aus der profitablen Frosch-Serie, die 1986 begründete wurde.
Für ein Unternehmen ist es immer wieder wichtig mit neuen Produkten auf den Markt zu kommen, da es ständig neue Bedürfnisse gibt. Man hat mit Kerzen angefangen, Autopolitur hergestellt, heute wird Schuhcreme weniger verwandt, da sich die Materialen der Schuhe aber auch die Gewohnheiten geändert haben. Dennoch wird hier zusammen mit der Firma Gabor weiterentwickelt und man stellt sich mit den Farben der Schuhcremes auf die neuen Modetrends ein. Jetzt sind umweltfreundliche Reinigungsmittel und Wellnessprodukte die Gewinnbringer.
Leider konnte das Hochregallager nicht besichtigt werden, da vorher – nicht unseretwegen – das Schloss ausgetauscht worden war. Das Hochregallager mit 33 m Höhe ist schon sehr beeindruckend. Die Lagerung der unterschiedlichen Produkte erfolgt „chaotisch“ – nur „der Computer“ weiß, wo die einzelnen Paletten gelagert werden.
Auffallend war die Freundlichkeit und hohe Motivation der Mitarbeiter, die stolz auf „ihr“ Unternehmen sind und der Familie Schneider verbunden sind. Stolz wurde auch von einem Film – Unternehmen in Rheinland-Pfalz – des SWR-Fernsehens berichtet, der z. Z. auch auf dem Gelände gedreht und demnächst im SWR gezeigt wird.
Zum Abschluss wurden wir noch in die Kantine eingeladen und durften auch am Werksverkauf teilnehmen. "

09.09.2009

FDP-Nauheim besucht die Mainz-Kasteler Reduit

25 Interessierte, Mitglieder und Freunde der FDP aus Nauheim besichtigten am Mittwoch, dem 09.September 2009 die Mainz-Kasteler Reduit.
Die Mainz-Kasteler Reduit war ein Teil der Festung Mainz und das Bollwerk, das den rechtsrheinischen Brückenkopf der Schiffbrücke über den Rhein in der Nähe der heutigen Theodor-Heuss-Brücke schützte
Die Reduit-Kaserne gehörte zur Bundesfestung Mainz und wurde zwischen 1830 und 1834 von österreichischen Pionieren nach Plänen des Ingenieurgenerals Franz Scholl unter der Leitung des Ingenieurhauptmanns Christoph von Pittel errichtet.
Im Jahre 1990 anlässlich der 2000 jährigen Wiederkehr der Gründung des römischen Vicus Castellum Mattiacorum eröffnete die Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel e.V. das Museum Castellum.
Wie war früher das Leben im alten Castellum Mattiacorum – wer waren die Bewohner – welche Berufe übten sie aus – welche strategische Bedeutung hatte der Brückenkopfgemeinde – was musste die Bevölkerung in all den Jahren der Kriegszeit erdulden ??
Diese Fragen bekamen die FDP-Freunde beantwortet und anhand von Exponaten, Tafeln und Erklärungen konnten sie dies alles nachvollziehen.
Jeder einzelne Raum hatte einen Titel – wie z.B. kleine Steinhalle, Jupitersaal, Fastnachtskabinett – bis hin zum Babbelzimmer.
Heute sind in der Reduit noch zahlreiche Vereine beheimatet und es finden kulturelle Veranstaltungen statt.
Sonntags von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr kann man dies sich alles kostenlos ansehen.

15.07.2009

FDP-Nauheim besichtigt den Erbenheimer Wartturm

Erbenheimer Warte
Erbenheimer Warte
20 Interessierte, Mitglieder und Freunde der FDP-Nauheim nahmen am Mittwoch, dem 15. Juli 2009 an einer Besichtigung des Erbenheimer Warte in Mainz-Kastel teil.
Die Kasteler Gemarkung war im 14. Jahrhundert mit Gräben und Landwehren umgeben.
In den Jahren von 1484 bis 1500 ließ Erzbischof Berthold von Henneberg zum Schutz die Landwehr als Grenzanlage errichten. Sie bestand aus einem rd. 3 m tiefen Graben und hatte an 4 wichtigen Durchgangsstellen mächtig gemauerte Warttürme.
Sie waren 25 bis 30 m hoch mit nach oben spitz zulaufenden Steindächern.
Die Türme standen untereinander in Blickkontakt, so dass durch Feuerzeichen oder Rauch Signale gegeben werden konnten. Vier Warttürme waren es einmal insgesamt gewesen, einer davon steht heute noch im Bereich des Kasteler Siedlung Fort Biehler an der Boelckestraße. Die so genannte "Erbenheimer Warte" einem Rundturm mit spitzem Steindach und Pechnasen.
War die Übermacht der Angreifer für die Männer von der Landwehr zu groß, konnten sie sich in ein oberes Stockwerk des Turmes zurückziehen. Zu diesem oberen Stock führte im Außenbereich eine Leiter. Zog man diese Leiter hoch, befand man sich hinter einer starken Tür und einer dicken Mauer in Sicherheit. Zuvor wurden schließlich noch die Bewohner mit einem Signal vor den Eindringlingen gewarnt, so dass genügend Zeit war mit "Hab und Gut" in das befestigte "Castel" zu flüchten
Der Erbenheimer Wartturm wurde nach und nach in den letzten Jahren renoviert, so, wie er heute von weit zu sehen ist. Das Ehepaar Leicht, das die Besichtungen betreut, gab uns Erläuterungen und zeigte uns in einem kurzen Film über die Entstehung des Fort Bieler.
Es war wieder ein interessanter Nachmittag. Wer anschließend Lust hatte, stattete der gegenüber-liegende Domäne Mechtildshausen noch einen Besuch ab.

FDP-Nauheim besucht die Firma Arikan

FDP-Teilnehmer bei Arikan
FDP-Teilnehmer bei Arikan
25 Interessierte, Mitglieder und Freunde der FDP aus Nauheim nahmen am Mittwoch, dem 24. Juni 2009 an einer Besichtigung der Firma ARIKAN, Stockheimer Weg 11 teil.
Die Firma Arikan führt ausschließlich Lackierungen und Unfallinstandsetzungen sowie Autolackierungen durch, also keine Arbeiten, die mit Motorreparaturen zu tun haben.
Der Betrieb hat ca. 14 Mitarbeiter und verfügt darüber hinaus über eine neue Autowaschanlage, die nach strengen Auflagen errichtet wurde. Täglich werden ca. 50 bis 100 Autos gesäubert. Die Investition würde sich tragen – so der Betreiber – Tendenz steigend.
Die mit Mikrofasertüchern ausgestattete Waschanlage bietet den bestmöglichen Schutz für den Lack der Fahrzeuge, sogar neu lackierte Autos können sofort in der Anlage gesäubert werden.
Durch eine Osmoseanlage, hier werden beinahe alle Schadstoffe aus dem Wasser gefiltert. Dieses Verfahren ist im Stand der Technik und wird in vielen Bereichen eingesetzt. In der Raumfahrt, in der Marine, für Autowaschanlagen, in der Galvanotechnik, der Leiterplattenherstellung und noch in vielen anderen Bereichen.
In der Fahrzeugwäsche wird ca. 150 l Wasser verbraucht. Um Frischwasser einzusparen, wird daher das Waschwasser aufgefangen und nach Klärung und Filterung wieder zur Wäsche verwendet. Wachse und Trocknungshilfen werden jedoch grundsätzlich mit Frischwasser aufgebracht. Dem Waschwasser sind Reinigungszusätze beigemischt, um hartnäckigen Schmutz zu entfernen. Außerdem ist das Waschwasser leicht basisch (pH 7,5 bis 8,0).
Aus den Fahrzeugen austretendes Öl oder Betriebsstoffe werden über Ölabscheider herausgefiltert.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben wieder viel erfahren und Neues gesehen.

Nauheimer FDP auf Botanischer Exkursion

Die Gruppe im Wald
Die Gruppe im Wald
Etwa siebzehn Interessierte, Mitglieder und Freunde der FDP aus Nauheim nahmen am Dienstag, dem 26. Mai 2009 an einer botanischen Exkursion im Bereich Mönchbruch, Schwarzbachwiesen statt.

Frau Dipl.-Ing. Marion Bredemeier führte die Gruppe und verteilte ein Arbeitsblatt, in das die Gruppe ihre Notizen eintragen konnten.

Kaum aus dem Auto ausgestiegen lernten wir am Mönchbruchhotel das erste Pflänzchen kennen, den Giersch (auch Geißfuß) genannt.
Wir erfuhren von jeder Pflanze, die uns gezeigt und erklärt wurde, ihre Anwendung und welche Heilwirkungen diese hat.
So lernten wir einen Tee kennen, der Harnsäure austreibend wirkt, z.B. bei auch Gicht:
Auf 1 Teelöffel Gierschblätter, 1 Tasse heißes Wasser, 7 Minuten ziehen lassen, 3 Tassen täglich

Auf dem fast 3-stündigen Spaziergang (Mönchbruch, Rüsselsheimer Str. - im Wald- Schwarzbachwiesen) lernten wir rund 20 Exemplare der heimischen Flora kennen.
Auf dem Weg zur Schwarzbachwiese bespricht Marion Bredemeier noch viele Pflanzen und Kräuter wie Gänseblümchen, Huflattich, Gundermann und die Schafgarbe.
Die drei Stunden gingen sehr schnell vorbei.

Jeder der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war begeistert und fuhr mit neuem Wissen um die Heilkräuter wieder nach Hause.

Kanalisation in Wiesbaden

Vor dem Abstieg
Vor dem Abstieg
FDP-Nauheim steigt in Wiesbaden unterirdisch ein!

Am 22.4.2009 trafen sich ca. 24 Bürgerinnen und Bürger aus Nauheim und Umgebung in Wiesbaden/ Ecke Wilhelmstraße und Frankfurterstrasse.

Zum Abstieg war alles vorbereitet. 4 Helfer und Herr Boos, der die Führung leitete, unterstützten und halfen uns beim Abstieg in die Wiesbadener Kanalisation. Es wurde dunkel und etwas feucht.

Unterirdisch erfuhren wir von Herrn Boos:

1885 brach in Wiesbaden Typhus aus mit 59 Toten. 1886 bekam Herr Geheimrat Ing. Brix (damals Professor an der TU-Berlin) den Auftrag, einen Generalentwässerungsentwurf zu erstellen.

1900 bis 1905 Bau der Zulaufkanäle zum Salzbach
1905 bis 1907 Bau des Salzbachkanals – Länge ca. 2700 m.
Das System war Ein-Rohr-System – Mischwasserkanalisation.
Nach 98 Jahren Betriebszeit gab es noch keine Reparaturarbeiten.
Teile des Salzbaches stehen unter Denkmalschutz.
Der Name Salzbach:
Wo der Rambach (Osten) und Schwarzbach (Westen) sich vereinen in Höhe des Theaterparkplatzes, ab dort heißt er Schwarzbach.
Um 1800 hatte Wiesbaden ca. 2500 Einwohner, aber bereits schon 1500 m gemauerte Kanäle.
Die Bevölkerung stieg bis 1885 auf ca. 80 000 Einwohner.
Die meisten davon entsorgten ihre Fäkalien im Salzbach.
Das Thermalwasser des Koch-Brunnens fließt schon seit Jahrhunderten unter Druck aus der Erde und danach oberirdisch zum tiefer gelegenen Bach.
Das Thermalwasser ist eine reine Kochsalzlösung – deshalb Salzbach.
Nächstes Jahr machen wir eine Thermalwasser-Führung.
Wir waren alle begeistert und wir freuen uns auf das nächste Jahr.

Liberale besuchen Strassburg

17.12.2008

Liberale im Europa-Parlament
Liberale im Europa-Parlament

Die FDP Nauheims hatte im Rahmen ihres ganzjährigen Programms für Parteifreunde und Interessierte am 17.12.2008 eine Fahrt nach Straßburg angeboten. Die Teilnahme stand gegen einen geringen Unkostenbeitrag neben Parteifreunden allen Interessierten offen. Die zur Verfügung stehenden Plätze waren frühzeitig ausgebucht. Pogrammpunkte waren der Besuch des Europaparlaments, ein Gespräch mit dem Abgeordneten Dr. Wolf Klinz, die Teilnahme an einer Sitzung des Parlaments sowie anschließend ein Bummel über den Straßburger Weihnachtsmarkt.

Treffpunkt war 11:00 Uhr am Bahnhof in Nauheim. Der Bus war bis auf den letzten Platz besetzt. Unsere Vorsitzende Elke Weidlich begrüßte die Teilnehmer, darunter Herrn Bürgermeister Ingo Waltz (SPD) nebst Gemahlin.

Wir fuhren pünktlich los. Für die Fahrt waren zwei Stunden vorgesehen, was sich trotz guter Wetter- und Verkehrsbedingungen als etwas zu ehrgeizig erwies. Wir erreichten das Parlament etwa 30 Minuten später als vorgesehen. Das verkürzte leider die Zeit, die wir mit dem Abgeordneten Dr. Wolf Klinz verbringen konnten, da dieser nach dem Gespräch per Flugzeug verreisen mußte. Dennoch hatten wir etwa eine dreiviertel Stunde Gelegenheit zum Gespräch und zu Fragen.

Dr. W. Klinz gab uns einige Erläuterungen zur Organisation und Arbeitsweise der europäischen Gremien. Er schilderte, daß sich die gewählten Vertreter im Parlament zu Fraktionen zusammenschließen, wenn sie eine ähnliche politische Richtung haben. Das ist nicht immer ganz einfach, da die Programme der Parteien in den verschiedenen Ländern der EU nicht deckungsgleich sind. Liberale in Deutschland haben andere Vorstellungen als solche in England. So kann es geschehen, daß ein gewählter Abgeordneter keine annähernd Gleichgesinnten findet und dann Einzelkämpfer bleibt, was derzeit der Fall bei einigen Vertretern extremer Positionen am linken und rechten politischen Rand der Fall ist.

Das parallele Vorhalten aller Einrichtungen in Brüssel und Straßburg und die regelmäßig wechselweise an beiden Orten stattfindenden Parlamentssitzungen bedeuten für die Abgeordneten eine große Unbequemlichkeit, da nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Mitarbeiter ständig pendeln müssen. Darüber hinaus werden auch ihre Arbeitsunterlagen verpackt und jeweils zum Tagungsort transportiert. Nach Meinung der meisten Abgeordneten sei Brüssel der wichtigere Platz, eine ständige Verlegung des Parlaments dorthin und die Nutzung Straßburgs zu anderen Zwecken ist jedoch wegen fehlender Zustimmung insbesondere der französischen Regierung derzeit nicht möglich.

Anschließend nahmen wir etwa eine Stunde lang an einer Sitzung des Parlaments teil. Beeindruckend war hier die Arbeit der Simultanübersetzer, deren Arbeit auch jeder Besucher über Kopfhörer verfolgen konnte. Zur Zeit wird in dreiundzwanzig Sprachen übertragen. Allein diese Übersetzungstätigkeit verschlingt jedes Jahr einen Betrag von 850 Millionen Euro. Es gibt mit Deutsch, Englisch und Französisch drei offizielle EU-Amtssprachen, wobei uns berichtet wurde, daß Deutsch derzeit etwas vernachlässigt wird. Die Internationalität der Arbeit zeigte sich deutlich an einem Vortrag der österreichischen Kommissarin, Frau Ferrero-Waldner, die über die Lage der Menschenrechte zunächst in Französisch berichtete und später bei der Entgegnung auf die Einlassungen anderer Abgeordnete englisch sprach.

Wir verließen dann das Parlamentsviertel und fuhren ins Zentrum. Hier hatten wir etwa zwei Stunden Gelegenheit zu einem Besuch des Weihnachtsmarktes. Über diesen selbst ist nicht viel zu berichten, das Angebot an den Ständen ist nicht sehr verschieden von demnjenigen anderer entsprechender Märkte. Beeindruckend ist natürlich die Umgebung, da das ganze rund um das berühmte Straßburger Münster stattfindet. Eine positive Überraschung gab es beim Besuch einer öffentlichen Toilette. Diese erwies sich trotz reger Nutzung als erstaunlich sauber und gepflegt, war aber kostenfrei. So etwas scheint ja mittlerweile in deutschen Städten nicht mehr möglich zu sein.

Die Teilnehmer trafen pünktlich am Bus ein und wir erreichten Nauheim nach störungsfreier Fahrt gegen 22:00 Uhr.

FDP - Nauheim im Hessischen Landtag

04.06.2008

„Interessant, umfangreich, informativ und jederzeit wiederholenswert!“

Dies war die einhellige Meinung der 50 Teilnehmer des Informationsbesuches im Hessischen Landtag, den die FDP Ortsverband Nauheim im Rahmen ihrer Besichtigungsreihe kürzlich veranstaltet hatte. Auf Einladung der FDP-Landtagsfraktion besuchten Mitglieder und Freunde der Nauheimer FDP den Hessischen Landtag mit dem neuen Plenarsaal in Wiesbaden. Nach einer Bauzeit von fast drei Jahren wurde der neue Plenarsaal im April 2008 mit ca. 40 Mio. € fertig gestellt. Auf jeden Fall ist es ein Unterschied zum dem fensterlose Plenarsaal. Nur was hier leider fehlt ist eine elektronische Abstimmung. Schade!.

Bei der anschließenden Teilnahme an der Plenarsitzung konnten die Nauheimer Liberalen und ihre Parteifreunde einen Teil der Debatte über die Einführung von Mindestlöhnen anhören. Aus liberaler Sicht sind Mindestlöhne das falsche Instrument, um einen positiven Effekt auf dem Arbeitsmarkt zu erzielen. In der sozialen Marktwirtschaft gibt es einen marktgerechten Lohn, ein Mindestlohn, der darunter liegt, hat keinen Effekt, der Mindestlohn, der darüber liegt, gefährdet aber Arbeitsplätze.

In der Gesprächsrunde mit Nicola Beer ,MdL, wurde zwanglos über die aktuelle Landespolitik- vor und nach der Landtagswahl diskutiert. Grosses Thema waren die Studiengebühren. Hier kritisierte Nicola Beer Höhe und Verfahren der Gegenfinanzierung. „Nach wie vor ist die Finanzierung der Abschaffung der Studiengebühren unzureichend geklärt. Es besteht ein weiteres Haushaltsrisiko in Höhe von 12 bis 14 Millionen Euro, das aus möglichen Schadenersatzforderungen der Landestreuhandanstalt (LTH) entstehen könnte. Dieses Risiko ist bislang in keiner Weise in den Blick genommen worden.“

Darüber hinaus sei der Umgang der Landtagsmehrheit mit der Hessischen Verfassung „ausgesprochen bedenklich“. Die Anhörung habe gezeigt, dass die befragten Verfassungsexperten davon ausgehen, dass es zur Auszahlung der Kompensationsmittel für den Ausfall der Studiengebühren an einer Ausgabenermächtigung im laufenden Haushalt fehle, so dass die Änderung des Haushaltsgesetzes 2008 über einen entsprechenden Nachtrag vorgenommen werden müsste. Dies hätten SPD und Grüne im vorliegenden Gesetzentwurf vornehmen müssen und können. Nicola Beer stellte fest: „Wir Liberale wollen, dass die Hochschulen Hessens keine weiteren Einbußen durch die Abschaffung der Studiengebühren erleiden. Wie hier jedoch über verfassungsrechtliche Bedenken hinweggegangen wird, um politischen Opportunitäten zu genügen, kann nur als verantwortungslos bezeichnet werden.“ Im Gespräch mit Nicola Beer wurde festgestellt, dass die Art und Weise der Studienfinanzierung bei den Betroffenen kaum bekannt war.

Leider ging die Stunde im Plenarsaal zu schnell zu Ende und der nächste Programmpunkt erwartete die Nauheimer Liberalen und ihre Gäste das gemütliche Beisammensein bei einer Weinprobe und Vesper im Rheingau zu der die FDP eingeladen hatte. Auch hier fanden lebhafte Diskussionen statt.

Rundgang am Spargellehrpfad

06.05.2008

Am 6. Mai 2008 traf sich eine Gruppe von Interessierten auf dem Spargellehrpfad Zwischen Nauheim und Trebur. Die FDP Nauheim hatte zu diesem Rundgang eingeladen Herr Müller, selbst Spargelanbauer und Organisator dieses Spargellehrpfades, führte uns durch die Spargelfelder und erklärte uns alles. Weißer oder grüner Spargel, wo er angebaut wird, wie er am besten gedeiht, dass er erst nach 3 Jahren Ertrag bringt, dass er zur Gattung der Liliengewächse gehört, welche Vitamine er enthält, wann die Spargelfelder ruhen müssen und wie lange, wie er mit einem Spargelmesser geerntet wird und vieles, vieles mehr. Wir konnten an Ort und Stelle unser Glück beim Spargelstehen versuchen und – überlassen das besser den Fachleuten.
Viel, viel Arbeit steckt dahinter, bis wir unseren Spargel auf dem Teller haben.
Anschließend ging auf den Spargelhof von Herrn Müller in Nauheim . Dort konnten wir bei einer Spargelcremesuppe noch all die Fragen stellen, die wir hatten.

Tierheim Rüsselsheim

20.02.2008

Die Liberalen im Tierheim Rüsselsheim, das auch für Nauheim zuständig ist. Grundsätzlich ist das Tierheim Rüsselsheim für den Kreis Groß-Gerau und Teile des Main-Taunus-Kreiseszuständig.

Im Versammlungsraum erfuhren wir sehr viel über das vor fast 45 Jahre gegründete Tierheim, u.a. 650 bis 700 Tiere aller Art sind dort untergebracht – von Katzen, Hunden, Kleintieren, Wildtieren, hilfbedürftige Igel und sogar 2 Tiger haben dort ihr zu Hause. Auf die Tiger waren alle gespannt. Die Wirtschaftslage – sicher für alle Tierheime - ist leider nicht mehr so gut, aber dies ist jedem bekannt.

Leider werden oft alte Tiere dort abgegeben, weil die Kosten für Arzt und Medikamente für die Besitzer nicht aufzubringen sind. Natürlich werden auch Tiere abgegeben, die zu kurzfristig für Kinder angeschafft werden. So gibt das Tierheim Rüsselsheim Kleintiere nur an Interessierte, wenn die Kinder, für die sie gedacht sind, 3 Monate im Tierheim helfen. Oft sei schon nach 3 Wochen abzusehen, dass das Interesse leider aufhört.Die Kosten, die das Tierheim für die Tiere aufbringen muss, sind erheblich.Jede Spende ist willkommen.

Die FDP Nauheim – vertreten durch Frau Hack – übergab eine Geldspende von 100 €, die das Tierheim gut gebrauchen kann. Nach einem ausführlichen Rundgang hätten viele gerne Tiere mitgenommen, aber die Überlegung, ein Tier in die eigenen vier Wände zu nehmen, muss reiflich überdacht werden.

Traditionell öffnet das Tierheim Rüsselsheim die Pforten zu den „Tagen der offenen Tür“. Jeder der Interesse hat, sollte diesen Tag wahrnehmen.

Das Tor zum Blitz – Mitten in Rüsselsheim

07.11.2007

Am 7.11.2007 lud die FDP Nauheim zur Opelwerksbesichtigung nach Rüsselsheim ein.
Nach einer Begrüßung durch unseren Opelwerksführer und nach Aushändigung von Kopfhören, damit wir die Erklärungen und Erläuterungen besser verstehen konnten, wurde uns ein Film über Entwicklung, Fertigung, Qualitätsprüfung, Umweltschutz, Sicherheitssysteme und vieles mehr gezeigt.
Mit dem Werksbus ging es durch das Werksgelände, uns wurden die einzelnen Herstellungshallen und Gebäude erklärt. Im Stanzwerk konnten wir staunen, wie aus einem Blechstück eine Autoseite gestanzt wird. Roboter erledigen heute die Arbeit, die früher von Menschen verrichtet wurde. Viele Herstellungsgänge sind nötig, bis das fertige Auto aus der Halle rollt.
Im „kleinen Museum“ bewunderten wir Opel-Fahrräder, Opel-Nähmaschinen, Motorräder und Oldtimer, die alle noch fahrtüchtig sind.
Beschäftigtenzahlen, Zukunftschancen und Zukunftsprogramm, dies alles nahmen die Besucherinnen und Besucher von der Opel-Werkstour mit in ihre eigenen vier Wände.

Südzucker Groß-Gerau

18.10.2007

Anlass für die rund 50 Besucherinnen und Besucher in und um Nauheim – organisiert und geplant von der FDP-Nauheim – war die Besichtigung der Zuckerfabrik Groß-Gerau.

Herr Adam begrüßte uns, daran schloss sich eine Bildvorführung über Gewinnung bis hin zur Verarbeitung der Zuckerrüben an. Der anschließende Rundgang – mit Kopfschutz und Kopfhörern – wurde in drei Gruppen durchgeführt. 1883 wurde die Zuckerfabrik eröffnet, schade, dass in 2008 Schluss ist. Groß-Gerau hatte über Jahrhunderte eine große Tradition als Standort der Lebensmittelindustrie. Es gab neben dem Zuckerwerk eine große Konservenfabrik und eine Brauerei.

Die schwierigen Bedingungen auf dem Zuckermarkt sind der Grund dazu. Es trifft in Groß-Gerau knapp 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bisher wurden in Groß-Gerau Zuckerrüben aus den Anbaugebieten in Südhessen, der Wetterau, Teilen von Unterfranken und Rheinland-Pfalz verarbeitet. Durch die Reform der Europäischen Zuckermarktordnung hat die Südzucker AG Verluste hinnehmen müssen. Deshalb werden einige Standorte geschlossen. Groß-Gerau ist eine vergleichsweise kleine Produktionsanlage.

Wir konnten uns noch einmal informieren, wie unser Zucker und vieles mehr hergestellt werden. Es war einen Besuch wert.

Stadtwerke Mainz AG

04.07.2007

Am 4.7.2007 wurden ca. 30 Bürgerinnen und Bürger aus Nauheim und Umgebung zu einer von der FDP Nauheim organisierten Besichtigungsfahrt am Nauheimer Bahnhof von einem Bus der Stadtwerke Mainz AG abgeholt. Der erste Stopp war das Wasserwerk Hof Schönau. Dort wurde uns anschaulich über die Gewinnung, Förderung, Speicherung und Verteilung unseres Wassers berichtet.
Zoll- und Binnenhafen der Stadt Mainz war der nächste Anfahrtspunkt. Er ist in vier Mainzer Häfen aufgeteilt. Wir waren im Hafen Mainz-Neustadt.
Die alte und die neue Hafenanlage dort, sowie Beförderung der Container, Auslastung sowie die deshalb notwendige neue Hafenanlage wurden von Herrn Müller (Öffentlichkeitsarbeit) ausführlich erklärt .
Dann ging es weiter zum nächsten Besichtigungsort und zwar die Omnibus und Verkehrsbetriebe – die Mainzer Verkehrsbetriebe als moderner Dienstleister.. Über Personalabbau, Zahlen, Auszubildende, Vandalismus in den Fahrzeugen, Auslastung der Verkehrsmöglichkeiten, Neuanschaffungen, das allen erörterte Herr Müller anschaulich. Nach einer Mittagspause im Betriebsrestaurant ging es weiter zum Klärwerk Mombach. Ganz selbstverständlich drehen wir den Wasserhahn auf, drücken auf die WC-Spülung, stellen die Waschmaschine an. Wir erfuhren dort vieles über einen Wasserreinigungsbetrieb.
Wieder am Bahnhof in Nauheim, waren alle mit dem Erlebten und Gehörten beeindruckt und sicher werden wir in absehbarer Zeit – sollte es dieses Besuchsprogramm noch geben – die Fahrt wiederholen.

Kraftwerk Staudinger

14.03.2007

Sich selbst einen Einblick verschaffen. Das war Ziel eines Besuches der 14 Mitglieder und Sympathisanten des FDP-Ortsverbandes Nauheim bei der Besichtigung des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg. Frau Heike Walleter (Öffentlichkeitsarbeit) gab einen Überblick über die Entwicklung und Entstehung des Kraftwerks Staudinger.

Fünf Blöcke gehören zum Kraftwerk Staudinger. Vier werden mit Kohle gefeuert, ein weiterer Block mit Erdgas. In Betrieb gesetzt wurden die Anlagen zwischen 1965 und 1992. Die Gesamtleistung beträgt ca. 2000 Megawatt. Die Anlagen liefern neben Strom auch Fernwärme. Das Granulat aus dem Dampferzeuger wird im Straßenbau, die Flugasche aus dem Elektrofilter wird als Zuschlagstoff für Beton sowie für die Produktion von Kalksandsteinen Verwendung finden. Der anfallende Gips wird nach Trocknung z.B. für Gipsbauplatten und Putzgips verwendet.

Für die Zukunftssicherung soll Block 6 mit einer Leistung von 1.100 Megawatt ca. 2012 ans Netz gehen Die neue Anlage wird neben Strom auch Fernwärme (bis 300 Megawatt) liefern. Die Investition beträgt etwa 1,2 Milliarden Euro. Die Investition am Standort Staudinger steht allerdings noch unter dem Vorbehalt verlässlicher energiepolitischer Rahmenbedingungen in Deutschland. Der Neubau, der Block 6, ist eine Ersatzinvestition für die Blöcke 1 bis 3, die altersbedingt spätestens Ende 2012 stillgelegt werden

Flughafen Frankfurt am Main

07.02.2007

Am 7.2.2007 besuchten 38 Bürgerinnen und Bürger aus und um Nauheim – von der FDP Nauheim organisiert – den Frankfurter Flughafen, um sich vor Ort vom Aus- und Umbau zu informieren.

Sowohl die Fraport AG als Flughafen Betreibergesellschaft als auch die Politik haben großes Interesse, die Öffentlichkeit über die nötige Kapazitätserweiterung und Fortschritte beim Ausbau des Airports aufzuklären. Herr Frank Cornelius machte dies in einem mehr als einstündigen Vortrag deutlich. Die Nachfrage nach Start und Landungen übersteigt die Kapazität des Flughafens.

Um vor anderen Flughäfen zu konkurrieren, sind Ausbaumaßnahmen notwendig. Der Großraum-Jet A 380 für Langstrecken erhält eine neue Halle. Auch dafür wurde mehr Fläche benötigt. Außerdem sind für den A 380 einige Umbaumaßnamen innerhalb des Flughafens in Planung.

Nauheim wird durch die neue Startbahn von den angrenzenden Gemeinden durch den kommenden Fluglärm am meisten belastet. Über Lärm- und Schallschutz können sich die betroffenen Bürgerinnen und Bürger informieren. Es spricht sicherlich vieles für den Ausbau – bis auf die betroffenen Gemeinden, die sich dagegen wehren und gegen den Ausbau klagen.

Herr Cornelius gibt außerdem Zahlen und Fakten über das Dienstleistungsunternehmen Flughafen.

Durch die fast zweistündige Rundfahrt auf dem Flughafengelände konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die neuen Ausbaumaßnahmen ein genaues Bild machen. Von Frankfurt in die Welt – das ist der Frankfurter Flughafen.

Hessische Staatskanzlei

17.01.2007

Der FDP-Ortsverband und seine Sympathisanten wurden von Herrn Siebern in der Staatskanzlei empfangen. Knapp sechs Jahrzehnte war die Hessische Staatskanzlei auf mehrere Gebäude verteilt. Durch den Umzug in die neue Staatskanzlei, das ehemalige Hotel Rose, im Sommer 2004 leben heute rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter einem Dach.
Die Staatskanzlei ist der Amtssitz des Ministerpräsidenten, der die Richtlinien der Politik bestimmt und hier kommen die Ministerinnen und Minister der Landesregierung unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten zu ihren regelmäßigen Treffen zusammen.
Weitere Aufgaben der Staatskanzlei sind Koordinierung der aktuellen Arbeit zwischen den Ministerien und dem Landtag. Auch ist hier der Regierungssprecher tätig. Verwaltungsreform, Verteidigungsangelegenheiten und das Medienrecht sind weitere Kernaufgaben. Auch ist die Staatskanzlei zuständig für Verfassungsfragen von grundsätzlicher Bedeutung, verfassungsrechtliche und verfassungspolitische Prüfungen sowie für die Koordination der Bundesratsangelegenheiten und die Prüfung völkerrechtlicher Verträge.
Die Staatskanzlei schließt sie Staatsverträge und Verwaltungsabkommen mit anderen Bundesländern ab und hält die Kontakte zu europäischen Regionen. Sie koordiniert die Europapolitik der Landesregierung und pflegt die Regionalpartnerschaften Hessens.

Amtsgericht Groß-Gerau

28.10.2006

Im Rahmen der Besichtigungen in der Rhein-Main-Region hat der FDP-Ortsverband Nauheim das Amtsgericht Groß-Gerau besucht. In lockerer Runde wurde vor Ort über die Aufgaben des AG in Groß-Gerau informiert.
Das Amtsgericht Groß-Gerau ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und örtlich zuständig für 164.326 der 251.633 Einwohner des Landkreises Groß-Gerau in den Gemeinden Biebesheim, Bischofsheim, Büttelborn, Gernsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Groß-Gerau, Mörfelden-Walldorf, Nauheim, Riedstadt, Stockstadt und Trebur. Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach werden vom Amtsgericht Rüsselsheim betreut.
Die sachliche Zuständigkeit beinhaltet:
• Strafsachen (einschließlich Erwachsenen- und Jugendschöffengericht)
• Bürgerliche Rechtsstreitigkeiten
• Familiensachen
• Zwangsvollstreckungssachen (Immobiliar- und Mobiliarvollstreckung)
• Freiwillige Gerichtsbarkeit (Grundbuchamt, Vormundschafts- und Nachlasssachen, Betreuungssachen)
Der FDP-Ortsverband und seine Sympathisanten wurden vom Behördenleiter Dr. Hans Jürgen König als Direktor des Amtsgerichts und vom Geschäftsleiter Justizoberamtsrat Andreas Lang betreut. Im Gericht sind 14 Richter, 16 Rechtspfleger, 10 Gerichtsvollzieher, 58 Mitarbeiter im Geschäftsstellenbereich und 5 Justizwachtmeister tätig. Interessant für uns waren im Grundbuchamt die alten Eintragungen von vor einigen Jahrzehnten und der Vergleich zu den heutigen. Bei einem Prozess konnten wir als Öffentlichkeit über „Schlimme Beleidigungen einer Frau durch einen Fahrer“ teilnehmen.

Medienhaus Südhessen GmbH

12.03.2006

Mitglieder und Sympathisanten der FDP Nauheim besichtigten am 8.März 2006 das Medienhaus Südhessen GmbH in Darmstadt. In diesem Haus werden 6 Tageszeitungen (Darmstädter Echo, Groß-Gerauer Echo, Rüsselsheimer Echo, Ried Echo, Starkenburger Echo, Odenwälder Echo) und die Südhessenwoche als Anzeigenzeitung mit 8 regionalen Ausgaben hergestellt. Die Gesamtausgabe erreicht über 400.000 Leser in Südhessen. Ausserdem übernimmt das Medienhaus Südhessen auch die Auslieferung oder die Verteilung. Und MaxiMail als Postdienstleiter gehört auch zu diesem Konzern

SWR in Mainz

25.01.2006

Das Funkhaus Mainz des Südwestrundfunks (SWR) war Ziel der gestrigen Besichtigung des Ortsverbandes der Nauheimer FDP. In einer rund dreistündigen Führung informierte sich die 30-köpfige Gruppe über die vielfältigen Programmangebote des SWR in Hörfunk und Fernsehen, über den Programmauftrag, die Organisation und über Aufsichts- und Beschlussgremien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt.

Der Südwestrundfunk (SWR) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts (Landesrundfunkanstalt) für die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit drei Hauptstandorten in Stuttgart, Baden-Baden und Mainz.
Der SWR ging 1998 aus der Fusion des Süddeutschen Rundfunks (SDR) mit Sitz in Stuttgart und des Südwestfunks (SWF) mit Sitz in Baden-Baden hervor und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland (ARD). Der SWR ist nach dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) die zweitgrößte ARD-Anstalt. In seinem Sendegebiet von rund 55.600 km² leben 14,7 Mio. Menschen.

Im Rahmen der SWR-Führung ging's ins digitale Sendestudio des SWR. Das Aufregendste an der ganzen Tour: endlich mal die SWR1 und SWR4 Moderatoren und Redakteure live bei der Arbeit zu beobachten: in der Nachrichtenredaktion, beim Produzieren von Jingles oder bei der Programmplanung. Auch bei der laufenden Sendung der Verkehrsmeldungen der Radioprogramme des SWR1 und SWR 4 konnte man beiwohnen. Weiter ging's danach zur Besichtigung eines Fernsehstudios, in dem abends die Landesschau Rheinland-Pfalz ausgestrahlt wird.

Europa-Parlament in Straßburg

13.12.2005

Etwa fünfzig Interessierte, Mitglieder und Freunde der FDP aus Nauheim und von der Bergstrasse nahmen am Dienstag, dem 13. Dezember 2005, an einer Sitzung im Europäischen Parlament in Straßburgteil.

Dank der Simultanübersetzung über Kopfhörer - konnten die Zuhörer die Tagesordnungspunkte des Parlamentes gut miterleben.
Anschließend traf sich die Reisegruppe zu einem Gespräch mit Dr. Wolf Klinz, dem Abgeordneten des Europäischen Parlaments der Liberalen. Neben Fragen der organisatorischen Art der Parlamentsarbeit an den beiden Tagungsorten des Parlaments - Brüssel und Straßburg - gab es natürlich aktuelle Fragen zur Europäischen Politik.

Es schloss sich ein beeindruckender Rundgang durch das imponierende Gebäude des Europaparlaments an, das direkt an der Ill liegt. Das große, wellenförmige Gebäude aus Holz, Glas und Stahl wird komplettiert durch einen runden gläsernen Turm, in dem die Abgeordnetenbüros liegen. Dem obligatorischen Foto vor den Bannern aller Mitgliedstaaten als Souvenir für die Teilnehmer der Reisegruppe folgte ein Bummel durch die weihnachtlich geschmückte Altstadt von Straßburg zum Weihnachtsmarkt. Danach ging es zurück nach Nauheim.


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